E- mail story alte ff version

Eigentlich war alles wie immer. Ich ging in den Stall und sattelte Thunder um mit ihm auszureiten. Mit einem gekonnten Schwung saß ich auch schon auf seinen Rücken und dann ging es auch schon los. Ich liebte es den Wind in meinem Gesicht zu spüren, wenn wir im Galopp dahin flogen. Mit ihm konnte ich frei sein und alles um mich herum vergessen. Heute wollte ich am Fluss entlang reiten weil Thunder das Wasser mochte und es so heiß war , das wir beide eine Abkühlung gut gebrauchen konnten.
Noch schnell über die Landstraße und dann sollten wir auch schon da sein. Aber es kam anders als gedacht. Ich ritt ohne auf der gegen verkehr zu achten einfach los. Ein Motorradfahrer überholten den Bus den ich von weitem sah und durch das Motorengeräusch ging Thunder mit mir durch. Ich konnte mich auf ihm halten aber ich hatte keine Gewalt mehr über ihn. Er rannte blind vor Angst und ohne darauf zu achten wohin einfach gerade aus. Er konnte der Baustelle auf die er nun zusteuerte nicht mehr ausweichen und ich sah schon was nun passieren würde. Er versuchte noch darüber zuspringen aber die Grube war zu groß und so fiel er kopfüber mit mir auf seinen Rücken hinein. 
“He Mum du warst ja beim Friseur” waren meine ersten Worte als ich erwachte. Meine Mutter fiel mir weinend um den Hals und ich verstand die Welt nicht mehr.
Was war nur los mit ihr dachte ich und sah sie völlig verwirrt an. “Kannst du mir erklären, was mit dir los ist”? wollte ich nun von ihr wissen.
Sie griff nach meiner Hand und noch mehr Tränen liefen  ihr die Wange herunter. Dann erzählte sie mir das ich einen Reitunfall hatte und nun im Krankenhaus liege.
“langsam, langsam, langsam” rief ich und nun wollte ich erst recht wissen was hier los war. Ich wollte nur noch hier raus und versuchte auf zustehen, als ich merkte das etwas mit meinen Beinen nicht stimmte. Jetzt war es an mir meinen Tränen freien lauf zu lassen. “Mum ich spüre meine Beine nicht mehr”. schrie ich sie an und dann versagte meine Stimme und ich heulte in ihren Armen…
 
"Bitte Mum hilf mir" flehte ich sie an. Ich wollte mich nicht damit abfinden, das ich nie wieder werde laufen können. Wie sollte ich damit klar kommen? " "Werde ich Thunder nie wieder reiten können"? fragte ich nun meine Mutter. "Kitti... Schatz Thunder hat den Sturz nicht überlebt" hörte ich sie sagen, aber ich wollte es nicht in mir aufnehmen. "nein...nein ... oh nein " sagte ich und schüttelte wild meinen Kopf.
Ich wollte es nicht glauben. Wie konnte das alles in so kurzer Zeit passieren? Einen kurzen Augenblick Unachtsamkeit und mein Leben war im Arsch. Anders konnte ich nicht darüber denken. Es klopfte sacht an der Tür und ein Mann im weisen Kittel trat ein. "oha Arzt" schlug meine Hirn Alarm. "schön das sie wieder bei uns sind " sagte er zu mir und reichte mir seine Hand zum Gruß. Ich wollte ihn nicht begrüßen und schlug meine Arme vor meiner Brust zusammen und sah ihn feindselig an.
Nach dem er mir erklärt hatte was und wann alles passiert ist, rastete ich aus, schrie ihn an und warf ihn und meine Mutter aus dem Zimmer.
Ich lag drei Monate im Koma und konnte mich an nichts erinnern. Weg einfach alles weg, drei Monate meines Lebens einfach so verschwunden ohne Hoffnung sie wieder zu bekommen.
Ich musste zur Reha /ha was für ein Witz/ dachte ich mir. Für was das ganze, wenn nichts mehr zum wieder herstellen da war.
Übungen über Übungen um die Muskel wieder aufzubauen. Am Tag tat ich so als ging es mir gut aber in der Nacht wenn ich nicht schlafen konnte, hasste ich mein leben und wünscht mir Tod zu sein. /Der Rollstuhl/ schoss es mir durch den Kopf.
Ich hatte einen Entschluss gefasst. Meine Zimmer in der Reha-Klinik war sehr Familiär eingerichtet. Ich fuhr mit meinem Monster auf rädern zum Schreibtisch und wollte einen Abschiedsbrief an meine Mutter schreiben, aber ich konnte es nicht. Was hätte ich auch schreiben sollen? Mum es tut mir leid, aber ich bringe nur zu ende was der Unfall begonnen hat. Nein so grausam war ich nicht. Ich wollte einfach nur nie wieder aufwachen. Aber das ging nicht so einfach.
Am nächsten morgen war wie fast jeden Tag ausfahrt. Ich hatte immer einen Pfleger als Aufpasser bei mir, aber ich wusste nach einiger Zeit wem ich vertrauen konnte und wem nicht. Jo war einer mit dem konnte ich alles machen und als wir auf dem Rückweg waren fragte ich ob er mir etwas zu trinken holen könnte. Ich wollte allein sein und schickte ihn in einen Laden. Er fiel drauf rein und als er weg war, fuhr ich meinen Rollstuhl zudem langen Treppe an der wir eben erst vorbei gekommen waren.
Ich schätzte auf etwa 40 Treppen, die, wenn ich da runter fuhr es nicht überleben würde. Ich stand kurz davor all dem ein ende zu machen. Nur eine Radumdrehung und ich hatte es hinter mir.
 
Im selben Moment, als ich dachte tu es, hörte ich eine Stimme hinter mir die Worte laut aussprechen. Erschrocken fuhr ich herum und sah Jo hinter mir stehen. " tu es" sagte er noch einmal. " aber du solltest wissen, das der Stuhl deinen Sturz abfangen wird. Du wirst es also überleben." gab er noch als Kommentar dazu. Wortlos drehte ich mich wieder nach vorne, nahm die Räder in meine Hand, als er schon wieder zu nerven begann. "Tu es, ich werde dich nicht zurück halten". " halt endlich deine Klappe, du nervst" schrie ich ihn an. "Verschwinde, ich krieg das hier schon gebacken". sagte ich dann, aber schon nicht mehr so zuversichtlich." ach bring mich hier weg" sagte ich und sackte in mir zusammen. Tränen der Wut liefen mir die Wangen hinab. Als ich dann zurück in meinem Privatknast war. Sah ich ein kleines Päckchen auf meinem Kissen liegen. „Yay“ Geschenke... omg mein Sarkasmus kannte keine Grenzen mehr. Aber die Neugier war doch größer und so packte ich es aus. Es war von Patt, meiner Freundin. Hm... war sie das jetzt noch? Ich wusste es nicht und ich machte mir keine große Hoffnung, das es noch so war. Wir waren doch nur beim reiten ein Team, aber was jetzt , jetzt wo ich .....pah nicht mal dran denken wollte ich. Ein Buch ha... ha... ha... und das nicht mal neu. Ich nahm es und schmiss es mit den Worten, "wertlos genau wie du selbst" an die Wand. Ein Zettel fiel heraus und meine Neugier brachte mich erneut dazu hin zu fahren und ihn aufzuheben. Es war eine e-mail Adresse darauf zu lesen. Ich zerkneulte den Zettel und warf ihn einfach gegen die Ecke. Gegen Abend wollte ich mein Tagebuch auf den neusten Stand bringen und fuhr zum Schreibtisch, öffnete den Lapptop und wollte los schreiben. Liebes Tagebuch *kotz ,würg* dann schloss ich es wieder. Keiner wollte so was lesen. Ich surfte zur Ablenkung etwas im netz und dann fiel mit der kleine Zettel wieder ein. Er war schnell gefunden und dann gab ich die Adresse in mein Adressbuch ein. Ich weis nicht was mich dazu brachte, aber ich schrieb die Adresse einfach an. Hey ! Hm... was sollte ich mehr schreiben ich wusste ja nicht einmal ob die Adresse überhaupt noch genutzt wird. Enttäuscht über mich gab ich auf und sendete mein hey mit einem smily. Dann machte ich den Laptop aus und lies mich ins Bett bringen. Hey :)) wer bist du? kenn ich dich? :) Kam zurück als ich am nächsten Tag meine Mails checkte. Ich grinste leicht. Ok die Adresse wird genutzt. - Dann mal los- dachte ich mir. Hey! Nee kennen tun wir uns nicht , hab deine mailadresse gefunden und wollte einfach mal schreiben. Schrieb ich und drückte auf senden. Huhu :)achso Ö_Ö du hast sie gefunden? wo denn? Kam fast sofort zurück. Er oder sie war also gerade am PC .Hey! Och ich war so am bummeln und hab ein Buch auf dem Flohmarkt gefunden und da ist mir deine Adresse in die Hand gefallen. Antwortete ich.waaaas meine email Adresse liegt in Büchern auf Flohmärkten Ö____Ö wie heißt das Buch denn? Schrieb er zurück. Ehm... okay wo war noch mal das Buch und wie hieß es nur? Ich schaute mich im Zimmer um und fand es in einer Ecke. Ich hatte vorher nicht auf den Titel geachtet und war nun geschockt als ich „der Pferdeflüsterer las". und wieder landete das Buch in der Ecke. Ich schaltete den PC ohne ihn runter zufahren einfach aus.
 
Wie konnte sie mir das nur antun? Heulen ..ich war nur noch am heulen seit dem ich in diesem Albtraum gefangen war. Und jetzt ging es schon wieder los.
Ich weis nicht wie lang ich so da saß und still vor mich hin heulte, bis mich Jo aus meinen Gedanken riss. „ soll ich gehen"? sagte er zu mir in deinem ton den ich von ihm nicht gewöhnt war. „nein bleib" gab ich ganz irritiert zurück und sah ihn an.
Er setzte sich auf mein Bett und sah mich ganz genau an.
„Du hast es immer noch vor" ?
Fragte er mich. „Ja" war meine Antwort.
Mit einen tiefen Seufzer der große Unzufriedenheit ausdrückte, stand Jo auf und dann schob er mich aus meinem Zimmer.
Ich dachte schon er bringt mich jetzt wieder zu den Treppen um mir beim Selbstmord zu zusehen, aber das tat er nicht
Ohne mir zu sagen wohin schob er mich den Gang entlang. Vor dem letzten Zimmer auf der Station machte er halt, klopfte an die Tür, wartete nicht auf ein herein sondern machte auf und schob mich hinein.
Hey Jo ! „bringst du mir wieder Arbeit"? kam es aus einem Bett in der Ecke. Der Raum in dem wir uns befanden lag im halbdunkeln.
Ich konnte nur erkennen, das jemand im Bett lag, aber nicht wie er aussah
„Na klar, Du kennst mich doch" war Jo´s antwort darauf.
Irgendetwas stimmte hier nicht und ich bekam Angst
Jo lies mich mitten im Zimmer stehen und ging ohne mich aus dem Raum.
Die Stimme im Bett fragte mich. „na wie wolltest du es tun? „nein! sag nichts lass mich raten".
„An Gift kommt hier keiner ran, das kann es also nicht sein, aus dem Fenster springen geht auch nicht„. sagte er und musste lachen.
„Der Stuhl ist eine gute Idee, aber schlecht in der Ausführung". riet er weiter. „Halts Maul" kam von mir. Ich versuchte zu verschwinden aber Jo hatte die Bremse zu gemacht und so war es für mich schwerer einfach mal so die Flatter zu machen.
„Du kannst gerne bleiben" kam es nun wieder aus dem Bett. „sag schon, was war es der See, die Treppen oder vielleicht der Bahnübergang"?
Was wollte der Idiot eigentlich von mir und warum hat Jo mich hierher gebracht ?
„Was soll das alles"? war meine erste frage an ihn.
Langsam gewöhnten sich meine Augen an das dunkle Zimmer
und ich erkannte einen Jungen, der etwa in meinem Alter sein konnte.
Doch was ich nun sah lies mich erschrecken.
Er war an Maschinen angeschlossen, die für ihn alle Lebenswichtigen Funktionen übernahmen.
Er sah zu mir und ein lächeln glitt über sein Gesicht. „he nur kein mitleid jetzt, dein halts maul war schon der richtige Tonfall um mit mir zu reden". sagte er mit einem entwaffnenden lachen.
„warum"? konnte ich nur sagen.
„was?... warum Jo dich zu mir gebracht hat, willste das wissen"? unterbrach er mich.
„Ja" konnte ich nur sagen.
„weil er glaubt ich könnte dir Tipps geben wie mans richtig macht, denk ich mal". brach es lachend aus ihm heraus.
Wie konnte er über so was nur so lachen?
Bei dem Anblick, dem ich ihm bot musste er noch mehr lachen
„Du hast sie ja nicht mehr alle" sagte ich wütend zu ihm. Nur noch weg hier war mein vorherrschender Gedanke und so versuchte ich den Rollstuhl zu bewegen. Leider hatte ich die Sache mit der Bremse vergessen und der Schwung, den ich nun drauf hatte riss mich aus dem Stuhl und so knutschte ich den Fußboden.
 
„Soll ich mal loslaufen und schnell Hilfe holen" ? fragte er mich noch immer mit einem lachen, das mich aus der Fassung brachte. „Wenn ich jetzt könnte wärst du Tod" schrie ich ihn an.
ha ha kam es von ihm zurück. Er machte mich wahnsinnig.
wie sollte ich jetzt ohne Hilfe in den Verdammten Stuhl kommen ?
„Tu was "sagte ich nun kleinlaut. „äh äh wie heißt das Zauberwort"? machte er sich weiter über mich lustig. „leck mich" fauchte ich zurück. So konnte ich nicht liegen bleiben und ich versuchte mich, nur mit meiner kraft die ich in meinen Armen hatte zu meinem Stuhl zu ziehen. Das klappte schon mal. Jetzt nur wieder rein kommen dachte ich mir. Aber wie ? Ich hatte es noch nie alleine geschafft vom Bett in den Stuhl zu kommen, geschweige denn vom Boden.
Das schaffst du nie" provozierte er mich weiter. Einfach ignorieren dachte ich nun. ok die Hände hatte ich nun am Griff meines Stuhls. Ich versucht mich an ihm hoch zu ziehen und versagte kläglich. Mit einem rums schlug ich zum zweiten mal auf dem Fußboden auf.
Ein knacken in meiner Hand verriet mir, das ich mir das gelenk gebrochen hatte. Wenn ich nichts spürte, den schmerz jetzt spürte ich auf jeden fall.
„War es das was ich zwei Arschlöcher beabsichtigt habt"? „wenn ja dann hat es geklappt und jetzt hol verdammt noch mal Hilfe bevor ich hier krepiere " zischte ich ihm mit zusammengebissen Zähnen entgegen. die Blöße zu heulen wollte ich mir vor ihm nicht geben.
Er war still, dann hörte ich ein leises klicken und nach einem kurzen Augenblick kam Jo herein.
„Felix ... was hast du mit ihr gemacht"? war Jo´s erste frage an dem Jungen im Bett. „he gib nicht immer mir die Schuld. ich hab nicht mal das volle Programm abgezogen". Antwortete er vorwurfsvoll. Mit seinen starken Armen hatte Jo mich schnell in meinen Stuhl zurück gesetzt. dann ging es zum Röntgen. Aber wenn ich auf eine Entschuldigung gehofft hatte ,wurde ich enttäuscht.
Ich hatte recht, die Hand war gebrochen und ich bekam eine Schiene.
Es war zum schießen ,wenn mir nicht ständig zum heulen gewesen wäre, dann wäre ich aus dem lachen nicht mehr raus gekommen. Ich war doch wirklich zu allem zu blöd.
Nach dem man mich verarztet hatte, brachte Jo mich wieder auf mein Zimmer. Ich war so wütend auf ihn, das ich nicht in der Lage war auch nur einen ton zu sagen.
Es war noch nicht Zeit fürs Bett und so schob mich Jo zu meinem Schreibtisch. Schreiben konnte ich auch mit einer Hand und so machte ich meinen Lapptop an um mich abzulenken.
Ich hatte eine ungelesene mail.
hey! gibts dich noch? ö.ö stand da.
Aber klar doch, das mit dem Selbstmord hat ja nicht geklappt dachte ich. Aber dann schrieb ich. Klar gibt's mich noch J ich hatte nen stressigen Tag, ach ja das Buch,nach dem du gefragt hast, ist der Pferde flüstere. Und drückte auf senden.
hey :) gut zu hören dachte schon dein pc is bei der letzen mail explodiert. lass dich nicht stressen. oh ich wusste nicht das ich so ein Buch jemals hatte, aber viel spaß beim lesen :)
kam fast sofort zurück.
Noch so ein Spaßvogel dachte ich mir. Heute war echt nicht mein Tag, aber was sollte ich dagegen tun ? Ich schrieb einfach aus langer weile. He du hast aber auch keine Hobbys wenn du immer am PC hockst. Und schickte es ab.
 
Während ich auf Antwort wartete ging mir Felix nicht aus dem Kopf. Was war nur los mit ihm und wie kam es das er so viel schlimmer als ich dran war und trotzdem noch lachen konnte? Ich beschloss, das ich morgen noch mal zu ihm wollte. Meine Neugier war geweckt. An diesem Abend kam keine Nachricht zurück und ich lies mich gefrustet ins Bett bringen. Gleich am nächsten Tag als alle Reha Sachen erledigt waren lies ich mich von Jo zu Felix fahren. Wegen der gebrochenen Hand dauerte das heute viel länger als sonst. "Was sollte das gestern und was sollte das heißen volles Programm"? wollte ich von ihm wissen. "Immer wenn Jo einen Selbstmordkandidaten hat, dann bringt er ihn gern zu mir damit er oder sie sieht das es noch schlimmer hätte kommen können" gab er mir als Antwort. "Es sollte die Treppe sein" sagte ich nur, weil mir mehr grad nicht einfiel. "haha klappt nicht glaub mir, das haben schon viele versucht und sind tief gefallen" sagte er und lachte mich aus. Warum machte mich sein Lachen immer wieder so wütend? „Wo wir schon beim ausfragen sind was wars bei dir"? Wollte ich nun meinerseits wissen. „Es ist besser wenn du jetzt gehst" gab er nun ganz bedrückt zur Antwort. „ hab ich jetzt bei dir einen Nerv getroffen"? „ach sorry du spürst ja nix". sagte ich im spöttischen ton zu ihm.
er sagte nur „verschwinde". Ich wusste, das ich zu weit gegangen war, als
Wieder das leise klicken kam, das mir sagte das gleich Jo kommen würde, um mich abzuholen. „ha... im austeilen bist du groß, nur einstecken kannst du nicht" provozierte ich ihn nun meinerseits weiter.
Jo öffnete die Tür, doch Felix sagte „war ein versehn, du kannst wieder gehen" zu ihm. Mit einen unzufriedenen brummen aber ohne etwas zu sagen verschwand Jo wieder. „ Ich wurde überfahren" sagte er und ich konnte in seiner Stimme hören das es ihm schwer fiel darüber zu reden. Ich war nie gut im trösten. Meistens versuchte ich mich vorher schon aus dem Staub zu machen und deshalb kam auch jetzt nur ein „tut mir leid" von mir. Ruckweise versuchte ich so gut es eben mit einer Hand ging, mich mit dem Rollstuhl vorwärts zu bewegen. Als ich vor seinen Bett angekommen war, sah ich das ihm Tränen aus seinen Augen liefen.
„tut mir echt leid" sagte ich noch einmal. oh man was haste da nur wieder angerichtet, schimpfte ich im Gedanken mit mir. Er schüttelte seinen Kopf um so seine Tränen los zu werden. Und dann erzählte er mir seine Leidensgeschichte.
Es war an meinem 11. Geburtstag, als mein Vater wieder mal betrunken nach Hause kam". „ meine Schwester und ich spielten in der Garageneinfahrt fangen und das nächste was ich dann sah, waren die Lichter eines Krankenhauszimmers".
„Und deine..." ich kam nicht weiter weil er mich mit den Worten „war in diesem Moment bei mir" unterbrach. Ich schloss meine Augen und atmete tief ein.
Ein tiefer Seufzer und dann erzählte er weiter. „Sie war 9 Jahre als sie für mich in den Tod ging". Mein schluchzen unterbrach die Stille die uns zu erdrücken drohte.
„wenn sie sich nicht auf mich geschmissen hätte, wäre ich jetzt an ihrer Stelle und sie noch am leben". Redete er ohne auf mich zu achten weiter.
„Er hat es nicht einmal gemerkt" sagte er noch bevor ich ihn mit „bitte hör auf" unterbrechen konnte. „OK" sagte er nun ganz leise. Ich griff nach seiner Hand und war erstaunt das er nicht reagierte. Erst als er zu mir sah, bemerkte er das ich seine Hand in meiner hatte. Er sah mir in meine Augen und dann sagte er. „das ist jetzt 10 Jahre her und ich habe vergessen wie sie aussah".
„Glaub mir wenn ich könnte, ich würde es auch versuchen" sagte er noch und ich wusste, das auch Er an den letzten schritt dachte.
Wieder nur ein kurzer Augenblick in dem sich ein ganzes leben veränderte.
Ich sah das er nur den rechten Arm und seinen Kopf bewegen konnte. Auf einen kleinen Tisch vor ihm Stand ein Monitor und eine Tastatur. Jetzt wusste ich wo das klicken her kam. Er konnte mit dem Pc alles kontrollieren. Und so hatte er am Tag zuvor Hilfe für mich geholt.
Jo kam rein um mich zum Essen abzuholen. „Darf ich wiederkommen"? fragte ich ihn.
„klar darfst du das" sagte er und zeigte mir nun wieder sein entwaffnendes grinsen. Er hatte das verstellen besser drauf als ich, dachte ich mir, als ich wieder in meinem Zimmer angekommen war.
 
Nur der Neugier wegen, machte ich meinen Laptop an und checkte meine mails.
Meine Mutter hatte geschrieben. Sie wollte mich am Wochenende besuchen. -Bitte nicht- dachte ich mir und klickte auf die nächste Nachricht. "He :( es gibt auch Menschen die am Pc arbeiten" . Stand da. Oha! böser smily... und wieder war ich jemanden auf die Füße getreten.
„omg so empfindlich "schimpfte ich vor mich hin.
"tut mir leid -.-" schrieb ich zurück. wurde das jetzt mein Standart Satz.
Dann schrieb ich noch- "wollte so nur rausfinden was du so machst und ob du oft am Pc bist, also zieh mal den stock ausem arsch und werd mal locker".
Puh! die mail und die Geschichte von Felix hatten mich wütend gemacht. Ich hatte meinen Finger schon auf der Maus und wollte schon auf senden klicken, als eine neue Nachricht rein kam." Bist du da"? mit einem großen Fragezeichen. "Wie sollte ich das jetzt verstehen"? Ich löschte mein geschriebenes und sendete ein -"hm" -.
Es kam nichts zurück, also schrieb ich doch mein "-tut mir leid-" und schickte es ab.
Kaum hatte ich meine Nachricht gesendet, kam auch schon seine Antwort." war nicht so gemeint wies ankam:) ich bin nur grad im stress". ö_ö
"he tipp zurück , lass dich nicht stressen". sendete ich als Antwort.
heute war er schnell dachte ich mir als er schon wieder Antwortete. "haha gut gekontert ,du gefällst mir, mit wem habe ich es denn am anderen ende zu tun"? o.o.
Das brachte mich ins grübeln. Was sollte ich darauf Antworten?
"frag was du wissen willst". Schrieb ich ihm. Wenn ich wusste was er wissen wollte konnte ich mir immer noch überlegen was ich ihm Antwortete.
Nervös saß ich nun vor dem Laptop und wartete auf seine Fragen. Aber auf seine erste Frage war ich nicht gefasst. Ich las, - "ich denke, das du ein mädchen bist, also frage ich nicht nach deinem aussehen oder deinem alter, aber ich will wissen was du gerne tust" ?-
haha lachte ich laut auf. omg was schreibe ich auf so eine Frage?
- "ja ich bin ein mädchen, und ich finde es höflich von dir, mich nicht auf mein aussehen zu reduzieren..." aber weiter konnte ich nicht schreiben.
Was sollte ich jetzt auch schreiben? Was tu ich gern? Was konnte ich jetzt noch tun? Und wieder endete ein Tag am Laptop mit dem Ergebnis das ich ihn ausmachte und mir dir Tränen kamen.
 
Ich hatte erneut eine Nacht voller schlechter Träume hinter mir, als ich schreiend in meinem Bett aufwachte. Ich merkte erst gar nicht das Jo vor mir stand und mich wach schüttelte. „Kate? he wach auf!" rief er immer lauter werdend um mich vollkommen wach zu machen. Ganz verwirrt starrte ich ihn an bevor ich registrierte wo ich war und warum ich hier war.
Der Alptraum ging weiter aber er war real. Um mich abzulenken stürzte ich mich ins Training. Irgendwann musste es doch soweit sein, das ich nicht bei jeder Kleinigkeit Hilfe brauchte.
Danny ,war mein Trainer, oder sollte ich sagen Folterknecht. Er verstand es meinen Zorn auf ihn in Energie für meine Arme umzubauen. Ich hasste ihn aber er brachte mich zu Höchstleistungen zu denen ich sonst nicht im Stande gewesen wäre.
Nach dem Training und dem duschen ließ ich mich wieder zu Felix bringen. Er hatte irgendetwas an sich das mich faszinierte.
„Na wer ist heute mit schikanieren dran" fragte er ohne auch nur an eine Begrüßung zu denken. „Ich glaube du" gab ich lachend und auch ohne guten Tag oder so was zurück. dann sag mal was du so treibst, wenn du grad nicht Jungs zum heulen bringst" fragte er mich mit einem unverschämten lachen. Warum nur wollte alle Welt wissen was ich so machte ?
„nichts, was soll ich auch machen"? gab ich wütend zur Antwort. Er schaffte es mit nur einer frage mich aus der Fassung zu bringen.
„Gib maln Tipp und sag mir was du so machst wenn ich nicht deinen Tag versaue"? fragte ich ihn, um nicht weiter auf seine frage eingehen zu müssen.
„Ich arbeite" sagte er kurz. „HaHa klar" lachte ich ungläubig auf. „Es gibt auch Menschen, die vom Pc aus Arbeiten" fauchte er mich nun an und erinnerte mich so an die mail von gestern.
Sollte ich ihn nach seiner e-mail Adresse fragen? Aber ich beschloss es anders heraus zu bekommen ob Felix und der, der meine mails beantwortete die selbe Person waren.
Ich fragte Felix über seine Arbeit aus und merkte mir seine art zu reden. Gegen Mittag holte mich Jo wieder zum Essen ab und fuhr mich danach in mein Zimmer.
Ich konnte es kaum abwarten das Jo mein Zimmer verlies, damit ich an meinen Laptop kam.
Eine neue mail war da. Hey! >du bist nicht grad schreibwütig< stand da. „omg... stimmt ja, seine Frage von gestern" schimpfte ich wieder vor mich hin.
wenn es wirklich Felix war, dann würde ich mich nur verraten wenn ich so antworte wie ich es bei ihm schon getan habe. Also beschloss ich, ihn anzulügen.
ok "was antwortete ich jetzt auf seine frage? überlegte ich kurz und dann schrieb ich. ›hey! sorry das ich nicht geantwortet habe, aber meine freunde haben mich zum Sport abgeholt und frage zurück was machst du so‹ Dann drückte ich auf senden und kicherte vor mich hin.
Er antwortete wieder sofort. >ist nur fair, das ich dir auch erzähle was ich so tue, bitte frag nur wenn du was wissen willst<. gut dachte ich mir fang ich so an wir er gestern. >ich denk mal du bist ein junge, deshalb darf ich nach deinen alter und aussehen fragen< schieb ich und drückte auf senden.
>hehe ja ich bin ein junge und schön das du mich auf mein aussehen und mein alter reduzierst < stand und brachte mich dazu auch meine Beine zu schlagen und laut aufzulachen.
>damit hast du meine frage aber nicht beantwortet< schrieb ich ihn prompt zurück. >stimmt, ich bin kein Sportler ,habe blondes haar, dunkel blaue Augen, bin 185 groß und bin Webdesigner, aber du hast meine frage auch nicht wirklich beantwortet<.
„oh" gab ich erschrocken von mir als ich seine Antwort las.
Felix hatte braunes Haar und Braune Augen, aber ich schätze ihn auf die gleiche Größe. Das war alles sehr seltsam dachte ich mir. aber ich wollte heute nicht so einfach aufgeben und schickte meinen Antwort. >stimmt, du wolltest wissen was gerne tue, ich bin Tresurreiterin, und wie alt bist du ?< gleich noch die frage hinterher um ihn abzulenken.
Es klopfte an meine Tür und riss mich damit aus meinen Gedanken.
„Was"? rief ich nur. Dann machte Jo die Tür auf und ich war überrascht das Felix in einem Rollstuhl dabei war. Ich musste echt ein Gesicht zum brüllen gemacht haben, weil Felix aus den lachen nicht mehr raus kam als er mich sah.
„Ein Kavalier muss doch den Besuch einer Lady erwidern" sagte er, als er endlich zu lachen aufhörte. dann schickte er Jo mit den Worten „James sie können sich entfernen "hinaus. Seine Maschine, mit der Sauerstoff bekam und die seinen Herzschlag überwachte steckte in einem Fach hinter seinem Rücken.
Ich war immer noch Sprachlos. Wie konnte er hier und gleichzeitig mit mir schreiben?
„was willst du hier"? fragte ich ihn um überhaupt irgendwas zu sagen.
 
„Das sagte ich doch gerade, ich wollte dich besuchen" gab er zur Antwort.
Meine Verwirrung wuchs immer noch, ich schaute zu ihm und dann zum Laptop zurück ohne wirklich zu begreifen was hier vor sich ging.
Er fuhr mit seinem Elektrorollstuhl näher zu mir ran und fragte was ich gerade so machte.
„I.. Ich beantworte meine mails" sagte ich mit leichtem stottern zu ihm.
„lass mal sehn" sagte er und kuckte auf meine letzte mail, ohne auf meine Erlaubnis zu warten. Er las meine Antwort und lachte wieder auf. „Das musst du mir mal erklären wie du mit dem Rollstuhl auf ein Pferd kommen willst". Ich presste meine Lippen zusammen um zu verhindern das ich wütend auf ihn los ging.
Als jetzt eine Antwort meines mails schreiber´s kam, war meine Verwunderung komplett. ›ich bin 23 Jahre, und haste mit deinem Pferd schon was gewonnen ? ich würde gern mal mit dir Chatten aber nur wenns dir nichts ausmacht‹ stand da und Felix las alles mit. Ich lief rot an als Felix wieder zu lachen begann.
Felix machte meinen Laptop zu, fragte „können wir Reden?" und sah mich ernst an.
Ich dachte jetzt hält er mir eine Rede das ich keine lügen erzählen sollte und was mir sonst so einfiel, aber das auf das was er jetzt sagte war ich nicht gefasst.
„Du bist die erste der ich meine Geschichte erzählt habe und ich denke das macht dich zu meiner Freundin". Ich sah ihn erschrocken an und wollte gerade etwas sagen, als er seine Hand hob um mich zum schweigen zu bringen. „Meine Nieren versagen langsam seinen Dienst und wenn ich keine Transplantation bekomme werde ich sterben". sagte er noch und lies sein Hand wieder sinken.
Gerade noch ärgerte ich einen Jungen an irgendeinem Ort der Welt und hier sagte mir ein anderer Junge, der mir in so kurzer Zeit zum Freund wurde, das er sterben würde. Mir würde schlecht und ich übergab mich.
„omg... ich sage dir das ich sterbe und du schenkst mir dein Mittagessen" sagte er und musste schon wieder lachen. Ich wische mir über den Mund, fuhr an ihn ran und gab ihm eine Ohrfeige. „Wenn das jetzt ein Scherz war, dann finde ich das nicht witzig" schrie ich ihn an.
Darauf war er nicht vorbereitet und nun war es an ihm mich überrascht anzusehen.
Er drehte seinen Kopf zu mir um mir in meine Augen zu sehen bevor er „ kein Witz" sagte und dann seinen Blick senkte. Ich schloss meine Augen, aber das konnte meine Tränen nun auch nicht mehr zurück halten. Ein leises klicken unterbrach die Stille und kurz danach kam Jo ins Zimmer.
Jo schob mich aus dem Weg und wischte das auf was ich angerichtet hatte. Ich dachte, wenn ich jetzt hoch sehe dann ist Felix weg, aber dem war nicht so. Er war noch da und versuchte nach meiner Hand zu greifen, aber weil er im Rollstuhl angeschnallt war, kam er nicht an sie ran und so streckte ich sie ihm entgegen. Noch lange saßen wir uns schweigend gegenüber ,bis ich ihn „wie lange noch ?" fragte und ihn wieder ansah. Eine Träne rollte ihm aus dem Auge als er nur kurz seine Schulter hob und dann „nicht mehr sehr lang" antwortete.
Diesmal hatte ich nicht das Gefühl schnell weg zu wollen, sondern das ich ihn lieber in den Arm nehmen wollte.
Wie redeten bis in den späten Abend hinein und lernten uns besser kennen. Freunde... ja nach dem wir erkannten, was wir alles gemeinsam hatten und das wir über die gleichen dinge lachten, konnten wir uns wohl so nennen. Ich erzählte ihm auch von meiner mail Bekanntschaft und er machte mir Mut, das ich ihm weiter schreiben sollte als wäre der Unfall nie passiert. „sei glücklich" sagte er zu mir als er dann von Jo abgeholt wurde.
 
Sicher hätte ich die ganze Nacht wach in meinem Bett gelegen und über Felix nach gedacht. Aber durch das Training schaffte ich es nun allein aus dem Bett in den Rollstuhl.
Ich machte meinen Laptop an, auch wenn ich kaum Hoffnung hatte, dass mein Mailpartner jetzt noch wach war, schrieb ich ihn an. ›Hey du! sag mal steht dein angebot für den chat noch?‹.
Ich fühlte mich grad einfach nur hilflos und allein. Ich hatte nicht mal ne Idee über was ich mit ihm schreiben könnte. Vielleicht hatte ich sogar den Wunsch dass er nicht antwortete. Doch als das Zeichen kam, das ich Post hatte, war ich überrascht. Ich las >na schlafen ist auch nicht so deins? aber klar das angebot steht! sag wann und ich bin dabei.<
Mein Herz schlug ganz schnell vor Aufregung als ich ›jetzt‹ als Antwort schrieb und es mit zitternden Händen abschickte.
10 Minuten später hatte ich seine Chatanfrage. Ich wusste vor Aufregung nicht was ich schreiben sollte. Aber ich brauchte jetzt jemanden, der mich von dem was am Tag passiert war ablenkte.
›was machst du so spät noch vorm pc?‹
>Hallo ich konnte nicht einschlafen und hab mich an den pc gesetzt um noch etwas zu arbeiten>
Stimmte ja ,er arbeitete von zuhause aus. Mensch wo hatte ich nur meine Gedanken. Aber eigentlich konnte ich mir diese Frage selbst beantworten „bei Felix". >ja stimmt arbeit ... ja aber für heute reicht es wir können chatten, wie geht's?< kam von ihm zurück.
Ha ja wie gehts mir? War ja klar das diese Frage kam.
 
omg jetzt auch das noch. Warum stellt er mir diese Frage. Wie gern würde ich jetzt sagen das es mir grad echt dreckig geht. Und grad wo ich es dachte liefen mir auch schon die Tränen die Wange hinab und tropften mir auf mein Shirt. Aber ich konnte nicht und so log ich ihn an. >super gehts mir und dir soo?<
>das freut mich zu hörn, mir geht's auch super, wie war dein tag?< kam zurück.
>heute war ein echt chilliger tag viel freizeit und großes abhängen mit freunden und bei dir?<
Ich hatte schon keine Lustmehr zu schreiben und wünschte mir ich hätte ihm nicht danach gefragt ob wir chatten können.
< wow das ist echt toll so viel freizeit hätt ich auch gern, ich war lange am pc arbeiten und einkaufen. was hast du mit deinen freunden so gemacht? >
Ich wischte mir dir Tränen ab und dachte mir „wir können ja tauschen, dann hast du Freizeit bis zum kotzen" dachte ich. Klar waren meine Gedanken gemein. Und ich war es auch. Wieder wischte ich mir eine Träne ab und beobachtete sie als sie mit an der Hand runter lief. ›einkaufen??? was man halt so macht, rumalbern und es sich gut gehn lassen‹.schickte ich zu ihm. >jap einkaufen, was ich halt so brauche, toll ich freu mich das du nen ruhigen tag hattest, und was hast du morgen so vor?< wollte er wissen
Morgen?? *seufz* Was Sollte ich schon morgen machen. Ich hatte keine Lust mehr, aber ins Bett wollte ich auch nicht, also log ich weiter.. > morgen beginnt mein training wieder, thunder braucht bewegung< . „Oh nein"! Ich bekam einen schreck als ich diese Satz abgeschickt hatte. Was wenn etwas von meinem Unfall in der Zeitung oder im Netz stand und er den Namen vielleicht wieder erkannte?
> wow tollthunder ist ein schöner name wie bist du da drauf gekommen? viel spass beim training <
„Puhh" ich war erleichtert. So wie es aus sah kam ihn der Name nicht bekannt vor. >er kam bei einem gewitter zur welt und ich war dabei<. Ich bekam eine Gänsehaut, weil es genau so war. Thunder.. mein Thunder flüsterte ich vor mich hin und wieder musste ich mir die Tränen wegwischen damit ich überhaupt noch etwas sah. Es war doch schon so lang her aber jetzt stürmte alles auf mich ein.
> da hast du echt nen tollen name ausgesucht ein gewitter hat dich also auf den name gebracht *erstaunt kuk* . der name thunder kommt mir bakannt vor <
Mein Finger kreiste über den off Knopf und Panik überkam mich. Mir wurde heiß und ein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich schloss meine Augen und schimpfte im Gedanken mit mir „wie blöd kann man sein. verdammt wenn schon lügen dann aber richtig". ›den namen gibts offt ‹ omg das war schwach. „geh lieber ins Bett bevor es noch schlimmer wird" schimpfte ich weiter
>klar das kann schon sein ich weis ich sag dir auch nicht woher ich ihn kenne da es dich vielleicht nur traurig machen würde> antwortete er.
Omg jetzt sollte ich echt ausschalten. Aber wenn ich es tat machte ich mich nur verdächtig. ›warum traurig‹ fragte ich und wusste ja was jetzt kommen musste.
 
>nur ein trauriger Bericht in einer Zeitung den ich vor kurzem gelesen hab <
„Oha" er kennt meine Geschichte. Jetzt lief mir der Schweiß über die Stirn.eigentlich sollte ich ihn ablenken, aber ich war neugierig auf mehr. ›oh den bericht kenn ich gar nicht, um was gings da‹.fragte ich weiter.
>um einen schrecklichen unfall . Ein mädchen wollte am fluss entlang reiten ihr pferd hieß thunder, sie mussten über die landstraße motorengeräusche haben das pferd durch gehen lassen. dann war da eine baustelle und beide stürzten in eine grube. weil sie zu groß zum drüberspringen war. das pferd musste getötet werden und das mädchen wurde schwerverletzt ins krankenhaus gebracht . echt schlimm find ich *schniff* <
Ich wusste das er über mich schrieb aber es kam mir so vor als ginge es um eine mir fremde Person. Eben war es noch Panik, aber jetzt war ich ganz ruhig.
Ich las mir wieder und wieder durch was er geschrieben hatte. ›was ist aus dem mädchen geworden‹ fragte ich.wie im rausch weiter.
>dort stand nicht mehr viel über sie nur das sie überleben wird aber wahrscheinlich nie wieder laufen kann dann war der bericht zu ende<
Die Uhr zeigte schon nach 3 an, aber ich war kein bisschen müde.
„Ha ja überlebt ..." lachte ich auf. Was hatte ich denn überlebt? mich, mein leben, den Unfall? Nein ich hatte Thunder überlebt oder soll ich besser sagen ich hatte ihn umgebracht. Warum nur musste ich an diesem Tag diesen Weg nehmen?
›wäre es dann nicht besser tot zu sein ?‹wollte ich von ihm wissen. Jetzt war ich so weit das ich mit ihm über das Mädchen (mich) reden wollte.
>hmm so ein unfall kann das Leben sehr schnell verändern die arme tut mir wirklich leid ich war sehr traurig als ich den bricht gelesen hab :( doch auch wenn sie nicht mehr laufen kann sollte sie trotzdem nicht aufgeben und nicht den willen zu Leben verlieren <
„oh mein Gott sei froh das du jetzt nicht vor mir sitzt". Schimpfte ich laut vor mich hin.
›was ist das noch für ein leben, würdest du so weiter leben wollen?‹
Wir redeten gerade über mich und es bewegte mich nicht im mindesten. Alles was mich störte, war das er so optimistisch darauf reagierte.
> sie wird mit der zeit lernen damit zurechtzukommen, ich würde nicht aufgeben auch wenns schlimm ist. es gibt menschen denen gehts noch schlechter , ich hoff sie hat den mut dazu weiterzumachen auch wenn der unfall ihr leben total verändert hat
„pah ich kotz gleich" schoss es mir durch den Kopf und schmeckte schon Galle im Mund ›sorry is schon spät und ich muss noch schlafen‹ schrieb ich ihn. Ich konnte ja schlecht den Laptop an die Wand werfen." Es gibt Menschen denen geht's noch viel schlimmer" mit diesem Satz brachte er mich wieder dazu an Felix zu denken.
> ohhh stimmt du hast recht schon nach 3 Uhr wie schnell die zeit vergeht . ich werd auch mal schlafen gehn . gute nacht und schlaf gut wir können ja bald noch mal chatten hat spass gemacht ^^ ciau <
Ich las noch was er geschrieben hatte, aber für eine gute Nacht zurück hatte ich nicht die nötige Ruhe, also schrieb ich nur ein ›aham‹ und machte den Laptop aus.
Sprachlos saß ich da und wusste nicht wie ich das was ich eben getan hatte verarbeiten sollte. Ich sah zu meinem Bett und merkte nun die Müdigkeit in mir hoch steigen. Und doch zog es mich jetzt wo anders hin.
Eine Hand strich über mein Haar als ich am Morgen erwachte. Ich war gestern nach dem Chat in Felix´s Zimmer gefahren und war mit dem Kopf auf seinem Bett eingeschlafen.
Schlaftrunken sah ich zu ihm auf und dann kam das was in der Nacht war wieder hoch. „solltest du jetzt Schwanger, bin ichs nicht gewesen". zog Felix mich ohne ein gute morgen Gruß auf.
Mit seinen dummen Sprüchen brachte er mich immer wieder zum lachen.
 
 
Ich boxte ihn gegen sein Bein und erschreckte mich als er „aua" ausrief. „Hast du das jetzt echt gespürt" fragte ich ganz erstaunt.Statt eine Antwort kam sein entwaffnendes lachen, was mich nur wieder wütend machte. „Mensch Felix" fauchte ich ihn an. „Warum hast du nicht in deinem Bett geschlafen" fragte Felix mich nun ganz ernst. Ich erzählte ihm alles was in der letzten Nacht passiert war.Als ich fertig war, sah er mich nachdenklich an. „Was ist los"? Fragte ich ihn als nichts von ihm kam. „Kennst du seinen Namen"? Kam als Gegenfrage von ihm. „Mensch Felix, sag mir endlich was los ist"! Es beunruhigte mich das er so seltsam war.„Bitte finde es raus"! sagte er. Verdammt wieder keine Antwort. Er machte mich Wahnsinnig.Ein kurzes klopfen, das sofortige aufreißen der Tür und das aufgeregte „Sie ist weg" von Jo lies uns beide zusammen fahren. „wie zum Teufel...was ...warum bist du hier und nicht in deinem Zimmer"? blaffte Jo mich an und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Reg dich ab Jo, wir hatten ein Date"! Sagte Felix ganz gelassen und grinste ihn frech an.Ich ging auf Felix´s Art ein und gab mir mühe genauso frech zu grinsen wie Felix. Jo sah uns beide an und weil wir mit unserem grinsen nicht locker liesen, begann er zu lachen. Erst nur leicht und dann so laut das wir mit ein stimmten. Als er sich wieder beruhigt hatte gings zum anziehen in mein Zimmer und dann zum frühstücken. Danach war wieder Training angesagt. Die ganze Zeit ging mir der Satz von Felix nicht aus den Kopf und ich beschloss den Namen meines Mailpartners heraus zu finden.Nach dem Mittagessen setzte ich mich an den Laptop und sah nach ob er mir geschrieben hatte. Ich hatte zwei Mail´s. Eine von ihm und eine von Felix. Wo zum Geier hatte er meine Mailadresse her? ›frag nach dem namen‹Stand in seiner Mail. „Du hast nen knall" schimpfte ich im gedanken mit ihm.Dann öffnete ich die andere Mail. *huhu wie gehts dir ? ich fand den chat gestern toll aber is total spät geworden ich hab fast bis mittags geschlafen *gähn* Ich war überrascht das ihm der Chat mit mir gefallen hatte. Dann stöhnte ich gelangweilt auf und verdrehte mein Augen weil wieder sein „wie geht es dir" kam. ›mir gehts gut und dir, sag ma können wir den mist nicht lassen und gleich zu den wichtigen sachen kommen‹ schrieb ich ihm zurück. In letzter Zeit war ich ständig kurz davor in die Luft zu gehn. >toll mir gehts auch gut achso klar hast dus nich gern wenn man danach frägt* was gibts den wichtiges? < Ich wartete auf eine Antwort, die auch prompt kam. Auf ihn war verlass. Es war schon seltsam das ich mein denken nach zwei mir eigentlich Fremden Personen richtete. ›wie soll sich in so kurzer zeit mein befinden ändern ? eigentlich nichts wichtiges, können wir heut abend wieder chatten?‹ Schrieb ich und klickte auf senden. >stimmt so schnell geht das nicht sorry .klar gerne ich freu mich schon drauf dann arbeit ich jetz bisschen am pc > Ich musste lachen. Er war war ein Workaholic ohne Privatleben. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte mir das ich noch 4 Stunden hatte. Die wollte ich mit Felix verbringen um heraus zu bekommen warum er unbedingt den Namen wissen wollte. >wie wärs um 21uhr? jetzt will ich noch bisschen chilln< schrieb ich und hoffte es passte ihm. >21 uhr is ne gute Zeit da müsst ich fertig sein kein problem ruh dich aus war ne kurze nacht , bis später dann < Ha... ja kurze Nacht. Da hatte er recht und am Morgen aufwachen mit nem Scherzkeks an meiner Seite. >ok dann krieg keinen krampf in die finger, bis nachher< wollte ich noch schreiben, aber dann löschte ich es wieder und machte den Laptop aus. Als ich dann bei Felix ankam, sprudelten mein fragen nur so raus. 1. fing ich an. Woher kennst du mein E-mailadresse ? 2. ich wurde lauter warum willst den Namen wissen? und 3. ehm is mir grad entfallen sagte ich jetzt kleinlaut weil ich nicht weiter kam. 1. begann er mir zu antworten, „hab ich sie mir gestern gemerkt. 2. glaub ich ihn zu kennen und 3. bist du ne echt dumme Nuss" sagte er und steckte mir die Zunge raus.
 
 
1 .Begann er mir zu antworten, „hab ich sie mir gestern gemerkt. 2. glaub ich ihn zu kennen und 3. bist du ne echt dumme Nuss" sagte er und steckte mir die Zunge raus. „woher willst du ihn denn kennen"? Fragte ich ihn und warf ein Kissen nach ihm. Ich hatte ihn direkt an den Kopf getroffen. „Jetzt hättest du mal dein Gesicht sehn müssen" sagte ich und lachte laut auf. „Es könnte mein Webkollege sein" gab er mir samt Kissen als antwort zurück. Ich war so überrascht über das was er sagte das ich nicht reagierte und nun meinerseits ein doofes Gesicht machte. „Und wer soll das sein"? mir fiel echt nichts intelligenteres ein was ich ihn jetzt hätte fragen können. Er holte tief Luft und sagte „okay Kitty.. ich erzähl´s dir" Ich zog meine Stirn in Falten, weil nur meine Mum Kitty zu mir sagte und es mir nicht gefiel.„Das Krankenhaus ist nicht nur mein Zuhause sondern ich finanziere es mit".Ich riss ungläubig meine Augen auf, aber ich unterbrach ihn nicht.„Du hast richtig gehört. Seit meinen 11 Lebensjahr lebe ich fast ausschließlich in Krankenhäusern und Reha Kliniken. Alles was ich kann und weis hab ich durch das Internet und mein wissen und können hat mich Reich gemacht". Ich kam aus dem staunen nicht mehr raus. „Aber was hat das mit meinem Mailpartner zutun"? unterbrach ich ihn nun doch. „Ich kann ja nicht alles allein erledigen und brauchte jemanden der mir die Beine ersetzte. So hab ich einen Jungen kennen gelernt dem ich vertrauen kann und der jetzt mein bester Freund geworden ist ". Uff das war jetzt die Überraschung des Jahrhunderts für mich. Konnte es sein das sein Freund und der Junge mit dem ich schrieb die gleiche Person waren?
Doch das war nicht was ich ihn fragte. „Wenn du so Reich bist, warum musst du dann sterben"? Er reagierte so erschrocken als hätte ich ihn geschlagen. „Ich werden niemanden sterben lassen nur weil ich Geld habe" fauchte er mich schon fast an. „Aber... aber du wirst sterben und das will ich nicht". Flüsterte ich und spürte wie es mir die Kehle zu schnürte und eine Träne aus meinem Auge rollte. Ein schniefen unterbrach die Stille, die sich wie ein Schatten im Raum ausgebreitet hatte. Aber es kam nicht von mir. Felix musste auch weinen. Ich fuhr zu ihm und versuchte ihn zu umarmen. Ich schaffte es aber erst nachdem ich mich auf sein Bett gesetzt hatte. Lachen und weinen, nur mit ihm konnte ich in so kurzer Zeit alles erleben. Und dann lagen wir uns gemeinsam heulend in den Armen. „Ich habe solche Angst vorm sterben". schluchzte er. „Jetzt wo ich weis dass alles ein Ende haben wird, will ich leben"! redete er weiter und zeigte und sein „dass" zu unterstreichen auf seine Beine. Es machte noch hilfloser ihn so zu erleben. Alles war ich zu tun fähig war, war ihn noch fester in meinem Arm zu nehmen. Als er sich wieder beruhigt hatte sah ich ihn wortlos an. Seine Augen glänzten noch von seinen Tränen. Ich wischte sie ihm weg, und ohne zu überlegen was ich tat näherten wir uns und dann küsste ich ihn. Erst ging der Kuss nur von mir aus, als er dann den ersten Schreck verdaut hatte spürte ich dass er mit machte. Er drückte mich nah sich ran und es war fast so als hätte er das schon lange tun wollen. Er löste sich leicht und flüsterte „Du fragst doch nach seinem Namen"? Ich hätte ich schlagen können das er diesen Moment so kaputt machte.
 
„Ja werd ich gleich heut Abend tun". Gab ich tief enttäuscht zurück. „Und was wenn ers ist"?
 
„Weis nicht" Antwortete er und hob seine Schulter an. „Ok" sagte ich und wollte mich wieder in meinem Rollstuhl setzen, als mich nochmal an sich zog und küsste. „hmm danach könnte ich süchtig werden" sagte er und brummte zufrieden.
Ich war sauer auf ihn und versuchte mich zu wehren aber er wollte mich nicht los lassen. Seine Kraft beeindruckte mich.
Es war fast 21 Uhr als ich Felix verlies um seinen Auftrag zu erledigen.
Immer wenn ich Zeit mit Felix verbracht hatte, war ich danach völlig verwirrt. Es waren nicht nur meine Gedanken, sondern auch meine Gefühle die ich nicht auf die Reihe bekam.
Wenn ich bei ihm war, dann erlebte ich so viele Gefühle wie sonst in einem Monat nicht. Und jetzt war wieder ein neues dazu gekommen.
Sehnsucht...? oder war es Liebe? „Quatsch .. nein" sprach ich es laut aus und schüttelte meinen Kopf.
Ich musste mich auf andere gedanken bringen und machte meinen Laptop an.
Er hatte mir noch eine Mail geschrieben.
Ich öffnete sie und las. ›hey ich wär soweit, schreib wenn du on bist und ich schick dir den chat‹.
Oh man der hatte ja echt kein Privatleben sagte ich im Gedanken zu mir.
Ich holte einmal tief Luft und schrieb. ›hey ich bin dann soweit‹. Wie sollte ich es am besten anfangen ihm nach seinem Namen zu fragen?
Kurze zeit später waren wir im Chat.
wow mal kein wie gehts von ihm. Gut das ich nur mit ihm schrieb, sonst wäre ich jetzt schon ausgeflippt. Was war nur in letzter Zeot mit mir los? Ich wollte doch mit ihm schreiben, aber wenn ich es tat wurde ich sauer.
„Mein Tag... mein Tag... mein Verdammter Tag". Schimpfte ich wieder mit mir selbst. Ich wusste nicht was ich schonwieder darauf antworten sollte. ›jeder tag von mir ist wie der andere und deiner?‹ schrieb ich und schickte es ab. Das hätte ich nicht tun sollen schoss es mir sofort durch den Kopf.
>ohhh wieso denn hattest du langeweile ?oder warum ist jeder tag bei dir gleich? hattest du kein training mit thunder. ich hab am pc gearbeitet?>
„Lange weile? haa wenns nur das wäre" fauchte ich seinem geschriebenem zu. >nee keine lange weile, klar hatte ich training, ach sorry bin nicht so gut drauf heut< tackerte ich und sendete es ihm.
>ohhh warum denn? bedrückt dich irgendwas oder ist irgendwas gewesen oder biste einfach nur so schlecht gelaunt? +dich tröste * >
Wie kann einer freiwillig am Pc arbeiten wenn er gesund ist, ? Überlegte ich mir.
Ich las was er geschrieben hatte und kam zu dem entschluss ihn zu ärgern.
>ich wollte an einen tunier teilnehmen und hab den termin verpasst und das frustet mich etwas, danke fürs rösten, ehm ich hab mal ne frage< fragen und antworten war immer gut dachte ich mir.
>ohhh das ist wirklich ärgerlich bestimmt hättest du nen guten platz belegt , kein ding frag nur >
Selbst ärgern machte bei ihm keinen Spaß. >ich hätte mit thunder gewinnen können< schrieb ich und spürte wieder Tränen in meinen Augen brennen. Fast hätte ich meine Frage vergessen und schickte noch schnell >wie heist du
>wow dann ist thunder ja echt schnell beim nächsten mal wirst du bestimmt gewinnen bestimmt ist bald wieder ein Rennen +dich tröste* ich heiße jonas und du? <
Ich log ihn an und er versuchte mich zu trösten. Was war ich nur für eine blöde Kuh? Ja Thunder war schnell...sehr schnell sogar und springen konnte er wie kein anderer. Noch bevor ich es verhindern konnte tropften Tränen auf die Tastatur.
Ich wischte mir mit dem Ärmel mein Gesicht ab und beantwortete seine Nachricht.
>ja bestimmt, er is ja noch jung, ich heise hanna< ich te mich dafür das ich ihn anlog, aber ich wollte ihm meinen richtigen Namen nicht verraten.
>wow wie alt ist er denn? Hanna ist echt ein toller name < hehe ich hoff mal das er sein richtigen name gesagt hat xDD
Ist doch für etwas gut wenn einem die Mutter einen zweiten Namen gegeben hat von dem niemand wusste. Mir wurde schon wieder langweilig und esshalb versucht ich jetzt etwas mehr über ihn zu erfahren › thunder ist 6 jahre‹ nein nicht ist sondern war. Warum nur konnte ich nicht wenigstens zu mir so fair sein und die Wahrheit eingestehn. ›erzähl mal bisschen was von dir‹ schrieb ich noch hinterher.
>wow das ist ja echt noch jung ich würd mich freun wenn du mal ein Rennen mit ihm gewinnst das musste mir unbedingt schreiben dann über mich gibts wenig zu erzähln ich bin sehr oft am pc und arbeite dran ich geh selten weg ausser am wochenende und wohn alleine <
Ich übersah alles was mich sonst aufgeregt hätte weil mich der satz das er nich gern raus geht neugierig machte. ›warum gehst du nicht weg?‹ Wollte ich jetzt wissen.
> durch meine arbeit am pc hab ich kaum zeit weg zugehn und dadurch auch niemanden mit dem ich weggen könnte <
Ich las was er schrieb und nun fiel mir auf das mich seit dem ich hier war noch niemand meiner alten Freunde besucht hatte. >das klingt traurig hast du keine freunde<
> ich hab nur einen besten freund und durch meinem pc einige online freunde, aber du wirst bestimmt von freunden nur so überrannt<
Verdammt... konnte er nicht einmal ne Frage beantworten ohne mir gleich selbst eine vor die Füße zu knallen. Ich ignorierte seine Frage und forschte weiter. >erzähl von ihm und dir, was macht ihr so?<
>hmm er und ich kennen uns schon 5 jahre, erst nur online und seit 3 jahren persönlich, wir arbeiten zusammen und er ist das genie von uns beiden<
Das passte, Felix war ein Genie und er hatte ja erzählt das er einen besten Freund hatte der ihm half. Heute war ich wie gebannt vo dem was er schrieb. >warum ziehste nicht mal mit deinem besten freund um die häuser?<
Geht nicht... warum geht das nicht? War er wirklich Felix´s Freund? Fragen über Fragen die sich in meinem Kopf einen Kampf lieferten. >hast du zu viel zu tun, oder wohnt ihr zu weit von einander weg, oder will er nicht?< Ich wollte es jetzt wissen.
„puhh" Schnaufte ich aus. Okay.. ich war enttäuscht er wollte es mir nicht verraten. Aber wenn er Felix´s Freund war und er ihn am Wochenende besuchen wollte dann werde ich ihn kennen lernen.
Ich erschrak als plötzlich mein Handy klingelte. Seitdem ich mit Jonas im Chat war, hatte ich völlig die Zeit vergessen. Nur der Neugier wegen ging ich ran und war überrascht Felix´s Stimme zu hören.
Ich erschrak als plötzlich mein Handy klingelte. Seitdem ich mit Jonas im Chat war, hatte ich völlig die Zeit vergessen. Nur der Neugier wegen ging ich ran und war überrascht Felix´s Stimme zu hören.„ Pass auf was du sagst, Jonas ist mein Freund" Der Junge wurde mir langsam unheimlich. „Woher haste jetzt noch meine Nummer"? Fauchte ich ihn an. „Kitty halt die Klappe und akzeptiere das ich dir überlegen bin.
Sagte er noch und legte einfach auf.
 
Ich hob meine Hand mit dem Handy darin und holte weit aus, dann hielt ich doch inne, weil ich mir kein neues Handy leisten konnte.
Als ich jetzt wieder auf den Bildschirm meines Laptop´s sah las ich das er mir wieder geschrieben hatte. ›tut mir leid aber es is echt schon spät und mir fallen fast die augen zu, heute wars wieder toll mit dir, vielleicht ab montag wieder, gute nacht und schlaf gut‹
Ich war enttäuscht von ihm und sauer auf Felix. Aber es war echt schon sehr spät und ich merkte das mir der Schlaf fehlte.
Das erneute klingeln meines Handys riss mich früher aus dem Schlaf als es mein Wecker sonst tat. „Kannst du schnell mal vorbei kommen"? Hörte ich und dann das wurde aufgehängt. Ich sah zur Uhr und stöhnte „Du riesen Idiot".
Ich machte mir nicht groß die Mühe mich anzuziehen und fuhr so wie ich war zu ihm ins Zimmer. Mit einem lauten „Was zum Teufel ist los das du mich am Wochenende so früh aus dem Bett schmeißen musst"?
„Reg dich ab, ich bekomme heute besuch und will dich heute mal nicht sehn"! Ich sah ihn an und als ich ganz langsam begriff was er mir gerade sagte, entgleisten mir meine Gesichtszüge. „Das is jetzt nicht dein ernst"? frage ich ihn in dem ruhigsten ton den ich gerade noch so hin bekam.
Ich war kurz vorm explodieren. „Doch das ist mein ernst". Gab er ganz ruhig und gelassen zur Antwort.
„Nur um mir den Kack zu sagen, lässt du mich nur im Schlafanzug zu dir gefahren"?
Jetzt erst bemerkte er das ich noch im Schlafanzug war und lachte laut auf. „Du hättest dir doch was anziehen können bevor du zu mir kommst".
Ich verdrehte meine Augen, atmete tief durch um meine Wut in den Griff zu bekommen aber es nützte nichts, ich fuhr buchstäblich aus meiner Haut.
„Du... du... du bist so ein Idiot. Ich dachte mir schon das es was schlimmes ist und du... du ...ach ..du hast se ja nicht alle".
Ich war so sauer und gleichzeitig enttäuscht von ihm, das er mich als Freundin sah aber mir dann doch nicht vertraute.
Er war erstaunt das ich ihn so ohne ersichtlichen Grund anfauchte. Ich drehte den Rollstuhl um und wollte aus seinem Zimmer fahren als es an der Tür klopfte.
Um mich jetzt zu verstecken war es jetzt zu spät und so musste ich es mir gefallen lassen das der, der da geklopft hat mich in Nachtwäsche sah.
„Herein" rief Felix etwas genervt. Die Tür wurde geöffnet und ein junger Mann trat ein. Das konnte nur Jonas sein. Nachdem wie er sich beschrieben hatte war ich mir zu 100 % sicher.
„hey Flix, ich bin zu früh aber ich hatte noch was...." er beendete seinen Satz nicht weil er mich sah.
Wir sahen uns beide erstaunt an und dann reichte er mir die Hand und sagte „Ich bin Jonas und du musst Kitty sein". Jetzt war ich baff.
Ich sah zu Felix und dann zu Jonas, der noch immer meine Hand hielt. „Wie... woher kennst du meinen Namen "? Fragte ich ihn ganz erstaunt.
Er sah grinsend zu Felix und sagte „Flix hat mir erzählt das er ne Freundin hat und das kannst ja nur du sein".
„Flix... Freundin... kannste mir das mal erklären"? Wollte ich wissen und sah Felix sauer an.
Ich konnte sehen das ihm das aufeinander treffen von Jonas und mir ihm nicht passte. Man konnte schon fast sehen was Felix dachte und es amüsierte mich das er mal nicht wusste was er sagen sollte.
„Kitty bitte lass uns das heute Abend besprechen ich habe jetzt geschäftliches mit Jonas zu besprechen".
„Flix lass sie doch bleiben sie weis doch was mit dir abgeht". sagte er und sah besorgt zu Felix.
„Nein Jonas sie soll gehen". Jetzt sprach er schon so als wäre ich nicht da.
So hatte ich ihn noch nie erlebt und es traf mich sehr. Ich wartete nicht darauf was noch kam und verlies sein Zimmer.
Als ich in meinen Zimmer angekommen war wartete Jo auf mich. Er saß mit verschränkten Armen auf meinem Bett.
„Was". fauchte ich Jo an. Ich konnte sehen das er sauer auf mich war.
„Du solltest mal mit deiner Mutter reden, sie will dich hier raus holen". sagte er und verpasste mir damit einen Riesen Schock.
Ich hatte schon Tagelang keinen Kontakt mehr mit ihr und hab auch völlig vergessen mich mal bei ihr zu melden.
Weil Jo bei mir war vergaß ich ganz meine Traurigkeit über Felix.
Aber in Moment fühlte ich mich total überfordert und begann leise zu en.
Wenn meine Mutter mich nach Hause holte hieße das ich von Felix weg musste und der Gedanke daran war einfach unerträglich für mich.
Ich schniefte und schluchzte gleichzeitig.„ Nein... ich... was ... oh nein bitte nicht weg von hier".
Jo saß die ganze Zeit über mir unberührt gegenüber, doch jetzt wo ich nahe eines Nervenzusammenbruchs war kam er zu mir, nahm mich in den Arm und tröstete mich.
„Beruhig dich Kate, ich hab ihr schon zu erklären versucht das du noch am Anfang deiner Behandlung stehst". Sagte er mit sanfter Stimme.
Ich konnte mich einfach nicht mehr beherrschen und klammerte mich nun an Jo fest. „Warum das alles... warum ich... er wird sterben, weist du das, er wird mich allein lassen, es fängt jetzt schon an". Ich bekam keinen vernünftigen Satz mehr zusammen.
Das war mir einfach alles zu viel. Zu viel wissen und zu viel wollen und es doch nicht bekommen.
 
Ich wollte Felix nicht verlieren und doch wusste ich, das ich ihm nicht helfen konnte. Jo schaffte es nur schwer mich zu beruhigen weil ich einfach nicht zur Ruhe kam. „Und jetzt hat er mich einfach so weggeschickt". Schluchzte ich auf. „Alles wegen Jonas" sagte ich noch und bekam einen Schluckauf. Jo reichte mir ein Glas Wasser und sagte „Jonas is..." dann brach er ab als hätte er beinahe ein Geheimnis verraten. „Sein bester Freund, ich weis". Beendete ich seinen Satz.
Er ging vor mir in die Hocke um mir streng in die Augen zu sehn. „Kate... versprich mir das du Felix nichts sagt von dem was ich dir jetzt erzähle". „Ja versprochen". Gab ich ganz erschrocken als Antwort.
Er holte tief Luft als bräuchte er für das was er mir jetzt sagen wollte Mut. „Jonas und Felix sind Brüder". Wenn er mich geschlagen hätte, wäre ich nicht so geschockt gewesen als bei dem was ich jetzt zu verdauen hatte. Ich begann hysterisch zu lachen und dann wollte ich nur noch zu Felix, doch Jo hielt mich zurück. „Nein Kate, bitte bleib. Jonas will Felix überreden mit ihm nach Amerika zu fliegen um eine Lebendtransplantation machen zu lassen".
„Felix will nicht, seh ich das richtig"? Es war weniger eine Frage als ein Feststellung. Jo nickte mir traurig zu. „Er ist wie mein Sohn und ich kann ihn nicht überreden es zu tun weil er nicht will das noch jemand aus seiner Familie für ihn stirbt".
Jetzt erst wurde mir bewusst das ich viel zuwenig von Felix wusste. Wir hatten stundenlange Gespräche gehabt und doch wusste ich nur die Geschichte von ihm und seiner Schwester. „Wann hat er dir gesagt das er das nicht will"? Fragte ich Jo ganz aufgeregt weil mir jetzt wieder einfiel das Felix mir vor kurzen gesagt hat das er JETZT nicht mehr sterben will. „Es ist jetzt schon fast zwei Monate her das Jonas das letzte mal da war". Antwortete er.
„Jo aber jetzt... jetzt WILL er leben, das hat er mir gesagt... bitte du musst mir... nein du musst ihm helfen ". Flehte ich ihn förmlich an. Wir wurden von einem klopfen an der Tür unterbrochen. Keiner von uns sagte herein und doch öffnete sich leicht die Tür. Jonas trat sich bei uns für die Störung entschuldigend ein. Jo sah mich an und ich wusste sofort das er mich an mein Versprechen erinnern wollte.
Ich wollte mir nichts anmerken lassen aber meine Gefühlswelt machte da nicht mit und ich musste mir wieder einmal Tränen aus den Augen wischen. Jonas reichte mir ein Taschentuch und legte eine Hand auf meine Schulter. „Sie weis es "Fragte Jonas Jo und dieser nickte ihm zu. Jonas wechselte mit Jo den Platz „Kitty... nur du kannst ihn jetzt noch retten", Sagte er. „Wie denn"? fragte ich ihn und zog meine Nase hoch.
„Wir zwei kennen uns nicht und sicher wird er dir nichts oder nur wenig von mir erzählt haben ". Sagte er mit einer großen Trauer in seiner Stimme. Gerne hätte ich ihm gesagt das wir uns kennen aber ich war zu feige.
„Jo hat dir erzählt das Felix mein Bruder ist"? Fragte er mich und redete weiter als ich ihm zu nickte. „Gut... aber du sollst alles wissen". sagte er und dann begann er mir die ganze Gesicht zu erzählen.
Jo setzte sich auf Bett und ich trocknete mir noch meine letzten Tränen ab. „Am 11 Geburtstag meines Bruders überfuhr mein Vater ihn und meine Schwester ohne das er es merkte". Soweit stimmten beide Geschichten überein und ich forderte ihn auf weiter zu reden. „Meine Schwester rette Felix das Leben und er fühlt sich immer noch schuldig deshalb. Aber noch mehr fühlt er sich am Tod unserer Mutter schuldig".
Ich zog meine Stirn in Falten und sah Jonas fragend an. Er achtete nicht auf mich und sprach weiter. Jo setzte sich auf und hörte noch aufmerksamer zu. „Felix kam nach dem Unfall ins Krankenhaus und wurde operiert. Die Diagnose lautete Querschnittslähmung in beiden Beinen. Als er aus der Narkose erwachte fiel er in eine schwere Depression und versuchte sich das Leben zu nehmen. Als er dann wieder wach wurde war er auch noch im rechten Arm gelähmt. Meine Mutter war Tag und Nacht bei ihm und so verlor sie auch noch ihre beiden Ältesten Kinder„. Ich sah ihn überrascht an. Wir waren vier Kinder, Gina und ich wurde zu Pflegeeltern gegeben als sich keiner mehr um uns kümmerte.
 
Felix hatte alle im Griff das merkte man sofort. Wieder war es einer dieser Momente wo er mich einfach nur wütend machte.
„Jonas war bei mir". Plapperte ich einfach drauf los. Damit er mich nicht unterbrach, sah ich ihn nicht an.„ Ich weis".Kam von ihm zurück.
An seiner Stimme hörte man das er vor Wut kochte. „Er hat mir alles erzählt". Sagte ich und wurden ganz ruhig.
„Ich weis". Kam wieder von ihm. Ich schaute zu ihm hin und sah das er zitterte.
Es fiel ihm sichtlich schwer sich zu beherrschen.
„Willst du nicht das er dich rettet weil es nicht spontan kam oder nur weil du Sturkopf glaubst auf dir liegt ein Fluch"?
Jetzt konnte er nicht mit „Ich weis" antworten.„ Du hast doch keine Ahnung was in mir vorgeht". sagte er und ich hörte eine große Traurigkeit darin.
„Verdammt Felix dann sag´s mir doch. Erzähl mir alles was dir Angst macht". Flehte ich ihn an.
„Ich... ich bin der Fluch... der Todesengel der allen Unglück und Tod bringt".
Es war nur ein leises flüstern aber seine Worte trafen mich schwer. Ich fuhr ganz nah zu ihm und wieder verfluchte ich meinen Stuhl. Mit etwas Mühe schaffte ich es mich auf sein Bett zuziehen. Dann legte ich mich wie schon vor einigen Tagen neben ihn und hielt schweigend seine Hand.
So vergingen Minuten in denen keiner von uns etwas sagte und in den wir von niemandem gestört wurden.
Dann war es Felix der die Stille brach in dem er meine Hand drückte und sagte. „Kate... meinst du ich bin fähig zu lieben"?
Ich erwiederte seinen Händedruck und sagte. „Ich weis nicht, spürst du da was". Er musste lachen. „Mensch Kate ich meinte doch nicht körperlich sondern ob du glaubst das mein Herz dazu im Stande ist". Ich musste gar nicht hinsehen um zu wissen das er wegen meiner Dummheit seine Augen verdrehte.
Ich seufzte leicht auf „ Nee du doch nicht ". Sagte ich im ernsten Ton.
„hm.. verstehe" Sagte er ganz enttäuscht und seufzte auch.
Ich achtete nicht auf seine Enttäuschung und redete weiter.„ Du würdest leben wollen wenn du lieben könntest".
 
Ich wusste wie fies das jetzt von mir war.
Er löste seine Hand aus meiner und sah mich traurig an. „Wenn ich es tue, kommst du dann mit"?
Kam wieder flüsternd von ihm. Ich war so überrascht das ich schluckte und gleichzeitig Luft holte und so mich prompt verschluckte.
Tränen stiegen mir ins Gesicht weil ich so stark husten musste und ich kaum noch Luft bekam.
Er reichte mir ein Getränk und versuchte mir auf den Rücken zu klopfen. Ich hob leicht die Hand um ihm zu verstehen zu geben das ich was sagen wollte.
„Kate ... "? Er nannte mich nicht Kitty und so hörte man noch mehr welche angst in nur diesem einem Wort lag. „Gehts wieder oder soll ich Jo rufen"?
Nach einigen kleinen Schlucken kam ich keuchend wieder zu ruhe. Mit einem tiefen Atemzug zwischen jedem Wort fragte ich ihn. „Das.. is jetzt... nicht .. dein ernst"?
Er nahm mir das Glas ab und nahm wieder meine Hand. Ein leichtes drücken unterstrich seinen Satz. „Ich kann das nur wenn du dabei bist".
„Wie stellst du dir das vor"? Ich hatte weder das nötige Geld noch konnte ich ohne Hilfe einfach mal so verreisen.
Wie immer wenn es um etwas wichtiges ging wurden wir auch dieses mal gestört. Jonas hatte die Geduld verloren und kam kurz nach seinem klopfen ins Zimmer.
„Mensch Jonas wie willst du je Onkel werden wenn du uns immer unterbrichst"? Ich verdrehte meine Augen und Jonas sah uns überrascht an.
Fast gleichzeitig begannen wir zu lachen. Felix schaffte es einfach nicht ernst zu bleiben.
Felix war der erste der etwas sagte und mich damit wieder vor vollendete Tatsachen stellte.
„Ich werds tun und Kitty kommt mit". Wie ein Kleinkind das ohne sein Kuscheltier nicht schlafen wollte.
„Felix verdammt ich...." Jonas lies mich den Satz nicht beenden, weil er mir weinend um den Hals fiel. Ich kam mir total überrannt vor und wollte so gern hier weg.
„Ey Jungs überlegt mal wie soll das alles gehen"? Fragte ich ohne große Hoffnung das mir einer eine echte Antwort darauf gab.
Jonas löste sich als wieder das bekannte klicken von Felix kam. Kurze Zeit später kam Jo ins Zimmer und an seinem Gesicht konnte ich sehn wie angespannt er war.
Jonas und Felix grinsten ihn an und man konnte sehen wie er langsam begriff das sich die Situation positiv geändert hat.
„Jo Kitty muss mit, verstehst du das"? sagte Felix zu ihm. Jo nickte nur und antwortete „Ich werde alles veranlassen und selbst für sie da sein".
Langsam wurde mir das zu viel und ich versuchte mich aus den Staub zu machen. Bis zum Rand des Bettes schaffte ich es noch bevor Felix auffiel das es mich auch noch gab.
Er hielt mich an meiner Schlafanzughose fest. „Kitty du bist dran Schuld und jetzt musst du da durch". Ich schlug ihm auf die Hand und fauchte ihn wütend an.
„Du glaubst wohl echt das dir hier alles gehört, aber bei mir haste dich da getäuscht. Ich mach da nicht mehr mit".
Er lies mich los und ich schaffte es in meinem Rollstuhl und zur Tür. Keiner Jungs hielt mich auf und so schaffte ich es in mein Zimmer zu kommen ohne das jemand sah das ich weinte.
Es war meine Wut die mich zum heulen brachte und mich nur noch hilfloser machte. Es legte jemand eine Hand auf meine Schulter und ließ mich erschrocken zusammen fahren. Jonas war mir gefolgt und versucht mich zu beruhigen.
„Was glaubt der denn wer er is. Denkt er ich bin sein Eigentum und hat er ne Ahnung wie teuer so was is"? Fragte ich immer noch ganz aufgeregt.
Jonas ließ sich vor mir nieder und nahm meine Hand. Ich spürte seine wärme und war überrascht wie gelassen er war. „Kate.." fing er ganz ruhig an.„ Ihm gehört hier alles und Geld spielt für ihn nicht die geringste Rolle. Nur du bist ihm wichtig, das habe ich heute gesehen".
„Ich... bin.. ihm wichtig"? Fragte ich auch wenn mich mehr der Satz schockte das ihm hier alles gehörte.
Jonas nahm mich in den Arm und ich merkte wie gut es mir tat. Es war viel vertrauter als bei Felix.
Ich verstärkte meine Umarmung und der Wunsch stieg in mir auf er würde bei mir bleiben.
 
Er löste sich aus meiner Umarmung und sah mich überrascht an. „Bitte bleib hier". Sagte ich bevor mir bewusst wurde was ich da tat.
Er atmete tief ein und laut seufzend wieder aus. Ich sah Erwartungsvoll zu ihm, aber er hielt seinen Kopf gesenkt. Er ging und als er an der Tür angekommen war, blieb er stehen und sagte. „Bis später".
Ich wollte nicht daran denken auf was ich mich da einließ. Eben noch hatte ich mir eingestanden das ich Felix mehr als nur mochte und jetzt ...? Verdammt was machte nur?
Kaum hatte Jonas mein Zimmer verlassen klopfte es und Jo stand im Raum.
Er setzte sich auf mein Bett und legte gleich los. „Ich bin froh das du Felix überreden konntest und wenn ich die Rückmeldung vom Flughafen bekomme kanns morgen los gehen". „Ohne mich". Sagte ich.
Erschrocken sah er zu mir auf als hätte ich ihn geohrfeigt. „wie... ohne dich. Das kannst du nicht machen... dann wird er alles abblasen".
„Ihr könnt mir nicht für alles die Verantwortung geben. Mensch Jo warum versteht mich keiner. Ich kann nicht dabei sein wenn er... wenn einer der beiden sterben sollte".
Ich kannte Jonas nur wenige Stunden aber mir war an ihm alles so vertraut, so als kenne ich ihn schon mein ganzes Leben. Seine Art zu schreiben, sein Aussehen und die Tatsache das er kein „Krüppel" war, so wie und....". Ich konnte nicht mal den Satz zu Ende denken und niemals wäre ich im Stande gewesen ihn auszusprechen. Aber genau das war es was ihn für mich so Attraktiv machte.
„Kate"?Jo riss mich aus meinen Gedanken. „Was soll jetzt werden"?
Noch nicht ganz da hob ich nichts sagend meine Schultern. „Ich werd es Felix sagen das ich nicht mitkomme". Gab ich noch als Antwort dazu.
„Er wird es nicht verstehen... Kate! er braucht dich ohne dich wird ers nicht tun". Sagte Jo zu mir und beim letzten Wort brach seine Stimme.
„Jo! bitte ich... ". seufzend brach ich meinen Satz ab.
Ich konnte ihm ansehen wie sehr er litt. Felix war wie ein Sohn für ihn und er machte sich noch immer Vorwürfe weil er mit daran Schuld war das Felix sich kaum noch bewegen konnte. Aber mir war das zu viel von allen als Retter gesehen zu werden.
Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und fuhr wieder Richtung Felix. An seiner Tür hielt ich kurz inne um Luft zu holen. Schon von draußen hörte ich Jonas und Felix streiten.
 
 
„Kate"?Jo riss mich aus meinen Gedanken. „Was soll jetzt werden"?
Noch nicht ganz da hob ich nichts sagend meine Schultern. „Ich werd es Felix sagen das ich nicht mitkomme". Gab ich noch als Antwort dazu.
„Er wird es nicht verstehen... Kate! er braucht dich ohne dich wird er´s nicht tun". Sagte Jo zu mir und beim letzten Wort brach seine Stimme.
„Jo! bitte ich... ". seufzend brach ich meinen Satz ab.
Ich konnte ihm ansehen wie sehr er litt. Felix war wie ein Sohn für ihn und er machte sich noch immer Vorwürfe weil er mit daran Schuld war das Felix sich kaum noch bewegen konnte. Aber mir war das zu viel von allen als Retter gesehen zu werden.
Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und fuhr wieder Richtung Felix. An seiner Tür hielt ich kurz inne um Luft zu holen. Schon von draußen hörte ich Jonas und Felix streiten.
„warum hast du sie mit da hinein gezogen, du weist wie viel sie mir bedeutet"? was war nur los mit Felix das er jetzt seinen Bruder so anfauchte?
„Wenn sie dir so wichtig wäre würdest du ihr die Wahl lassen, aber du musst ja jedem deinen willen aufzwängen, du hast nie gelernt Mitgefühl für andere zu haben. Es ging immer nur um dich. Du hast sie nicht verdient". Kam jetzt in dem gleichen Ton von Jonas.
Ich war wie gebannt von dem was ich zu hören bekam. Dann hörte ich Felix sprechen und seine Stimme brach beim ende ab. „Ich weis das ich egoistisch bin und du weist das nur du wieder nach Hause kommst und ich mach es nur weil ich die drei Tage die mir noch bleiben mit ihr verbringen will ".
Automatisch hob ich mein Hand um die Tür zu öffnen aber das was Jonas antwortete lies sie mich wieder sinken.
„Ich weis das der Arzt sagte es wird schwerer als bei einer Normalen Transplantation aber bitte nutz die einzige Chance die du hast, aber lass sie dir nicht beim sterben zusehen das würde sie zerstören".
Ich war wie zerrissen als ich das hörte. Es sah so aus als würde er sterben egal ob er die OP machen ließe oder nicht.
Resigniert vergaß ich mein Vorhaben und fuhr in mein Zimmer zurück.
Jo war noch in meinem Zimmer und es sah so aus als wartete er auf den Weltuntergang. „Du kannst alles vorbereiten ich komme mit". Sagte ich mit gesenktem Kopf. Er sollte nicht sehn wie es mir ging. Freudentstrahlend verließ er mein Zimmer. Ich verfluchte die ganze Welt und ganz besonders mich selbst. Um mich abzulenken öffnete ich meinen Laptop um nach zusehen ob meine Mutter mir geschrieben hatte. Ich hatte drei neue Mails.
Eine war von meiner Mutter ›Hallo Kitti mir wurde gesagt ich darf dich nicht nach Hause holen. Das macht mich sehr traurig. Aber das es nun mal so ist sei mir nicht Böse wenn ich dich für die nächste Zeit nicht besuchen werde.‹ Ha ja so war meine Mutter. Wenn es nicht so lief wie sie es wollte, schmollte sie rum. Aber das konnte mir nur recht sein. Die Zeit nach dem erwachen hatte mir geholfen mich von ihr ab zukapseln. Im denken war ich nun viel freier und selbstständiger als noch vor dem Unfall. Die zweite war von einer Firma die Pferdefutter verkaufte. Das übliche kaufen sie drei und bezahlen zwei. Ich löschte sie gleich, weil ich diese art von Angeboten nie wieder brauchen werde. Die dritte überraschte mich nun doch. Jonas hatte mir geschrieben. Oder sollte ich sagen mein Mailpartner. ›hii hast du vielleicht heute am späten Abend zeit zum chatten? bitte melde dich‹. Selbst wenn ich nicht gewusst hätte das es Jonas war, hätte mich diese Mail nervös gemacht. So hatte er nie geschrieben. Und weil ich nicht vor hatte heute noch mal mein Zimmer zu verlassen schrieb ich ein ›klar da müsste gehn. is 21 uhr ok?‹ an ihn zurück.
Es war noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Chat als es ganz leise an der Tür klopfte. „Ja ". Rief ich leicht genervt in Richtung Tür. Jonas kam zögernd rein. „Was willst du denn jetzt noch hier"? Fragte ich völlig überrascht. Ich wusste doch das er gleich mit mir chatten wollte. „Ich wollte dir noch mal danke sagen. Morgen gehts schon los hat Jo gesagt und deshalb werde ich die Nacht auch hier verbringen".
„Wird ers schaffen"? Nur dieser eine Satz trieb mir wieder Tränen in die Augen. Jonas schüttelte verneinend den Kopf, drehte sich um und verließ mein Zimmer. Die Tür schlug leise zu und doch war es als würde mir jemand in den Magen treten. Laut und hastig atmete ich ein. Ich hatte vergessen Luft zu holen und spürte jetzt ein leichtes Schwindelgefühl in meinem Kopf.
Nur schwer konnte ich mich jetzt auf das konzentrieren was jetzt kommen sollte. Ich drehte mich zu meinem Laptop und wartete das er ir schrieb. Das vertraute sie haben post kam aus den Lautsprecher meines Laptops und ich nahm den Chat an. >hii wie gehts dir ? < Stand da. Normal hätte mich diese frage wieder wütend gemacht, aber heute wusste ich das er nur fragte damit ich ihn die selbe Frage stellte. > ganz gut und dir?< log ich ihn wieder an. Heute sollte es mal nicht um mich gehen.
>nicht so gut :(< Kam von ihm zurück. Es war an seiner Art wie er schrieb zu sehen das ihn etwas bedrückte. ›was ist los. willste drüber reden. wolltest du heute nicht zu deinem freund?‹ Ich bomadierte ihn mit fragen.
>würde echt gern drüber reden. danke. mein freund ist sehr krank und mit großer wahrscheinlichkeit wird ers nicht überleben. er hat ne freundin < Wow das war echt heftig. Er erzählte einer Wildfremden seine Sorgen. Ich hatte das Gefühl das er dem letzten Satz noch etwas anfügen wollte, es aber nicht übers Herz brachte. >das tut mir sehr leid. kann man ihn nicht retten. was hat er denn. für sie muss es besonders schlimm sein<. Schrieb ich zurück.
›er braucht ne op aber die ist sehr kompliziert. ich hab sie heute kennen gelernt und sie ist ein tolles mädchen. stark lieb und genau die richtige für ihn und trotzdem behandelt er sie falsch. sie soll ihm beim sterben zusehn. ich würde ihr das nicht an tun‹. Mir entging nicht das er noch kurz über seinen Freund (Felix) schrieb. Aber sehr viel über das Mädchen (mich).
› du kannst sie gut leiden? ‹ Wollte ich jetzt wissen. Ohne es zu merken ging es nun doch wieder nur um mich. Nur kein kurzes >ja< kam von ihm zurück.
Das hatte ich jetzt nicht erwartet. >bist du neidisch oder eifersüchtig auf deinen freund ?< wollte ich wissen. Es war pure Neugier auf das was er wohl darauf antwortete. Er enttäuschte mich mit wieder einer zu kurzen Antwort.> nein› kann ich dich irgendwie aufmuntern. ich merk das es dir nicht gut geht. das angebot zu reden steht ?‹ Ich zögerte etwas und dann löschte ich den letzten Satz und schickte nur den Rest ab. Wie hätte ich mich auch rausreden sollen wenn er mit mir telefonieren wollte?
>das du mit mir schreibst hilft mir schon sehr und lenkt mich ab. du hast ein gutes Gespür für sowas. ich will dir aber nicht den kopf voll jammern weil ich für eine andere etwas empfinde was ich so noch nie hatte<. Heute stieß er mich von einem Schreck in den nächsten. ›is schon ok aber wie kannst du nach nur einem tag schon Gefühle für sie entwickeln?‹.
 
Auf das was jetzt kam war ich schon gespannt. >ja is schon seltsam. ich hätte es auch nicht gedacht aber irgendwie erinnert sie mich sogar an dich. ihre art und deine sind sehr ähnlich< schrieb er und brachte mich damit zum schwitzen. Oh mein Gott stöhnte ich im Gedanken auf. Ich hatte mich ohne es zu wollen verraten. Wie sollte ich ihn jetzt nur ablenken wo er meine Neugier geweckt hatte. Ich wollte nun mehr erfahren. >das musst du mir erklären. du kennst mich doch nur vom schreiben<
> bei ihr kommt es einem immer so vor als wäre sie ständig kurz vorm in die luft zu gehn<
und sie lässt sich von niemandem was gefallen. sie heißt kate und felix nennt sie kitty und genau wie eine raubkatze ist auch sie immer auf der hut oder auf angriff aus. bei deiner art zu schreiben habe ich auch oft das gefühl das es so wäre. zb das dus nicht leiden kannst wenn ich dich frage wies dir geht< Ich las was er geschrieben hatte, kniff kurz meine Augen zusammen und ein tiefer seufzer unterstrich mein Wut  ich auf mich hatte.
Es gefiel mir nicht das er mich so sah aber wenn ich an die letzten Wochen zurück dachte musste ich ihm recht geben. Aus der einmal so gelassenen Kate ist eine ständig auf Abwehr bedachte Katze geworden. Aber so war ich nicht, so wollte ich nicht sein. Es machte mich traurig das er so dachte. Gerade er sollte nicht so von mir denken das fühlte ich und es machte mich ganz unsicher.
Er brachte mich ganz aus meinem Vorhaben ihn auszufragen raus. Was sollte das ganze ... was war seit heute so anders... ging es mir genau wie ihm, das sich an nur einem Tag alles ändern kann?
>bist du noch da< kam von ihm und riss mich damit aus meinen Gedanken. >sorry klar bin ich< schrieb ich schnell und schickte es ab um ihn nicht noch länger warten zu lassen.
unbdacht schickte ich einen großen fehler hinterher> ich bin keine raubkatze. das siehst du völlig falsch<.
>eigentlich meinte ich auch nicht dich damit. es ist nur, das es mir so vorkommt und das du es auf dich beziehst gibt mir schon etwas recht, aber ich wollte dich damit nicht angreifen<.
Erleichtert atmete ich auf. Er hatte wieder nichts gemerkt. >tut mir leid, das war mein fehler <. Schrieb ich ihm schnell zurück und hoffte so wieder auf eine Normale Ebene zu kommen.
>nein... ich muss mich bei dir entschuldigen. ich hatte heute einen scheiß tag und so wies aussieht geht er direkt in eine noch schlimmere woche über. es ist nicht fair von mir dich damit zu belasten<
Er war nicht der einzige der einen scheiß Tag hatte und auch für mich gab es keine Aussicht dass, das was kam besser werden sollte. >mach dir mal keine sorgen freunde sind für einander da und ich höre dir wenns sein muss die ganze nacht lang zu<.
Langsam glaubte ich, ich spinne. Was zum Teufel tat ich da? Ich sollte doch morgen schon nach Amerika und er auch. Aber ich wollte nicht das er aufhörte zu schreiben. Ich wollte nicht allein mit meinen Gedanken sein, aber zu Felix konnte, nein wollte ich nicht.
>danke das du meine freundin bist das kann ich jetzt echt gut gebrauchen. wäre schön jetzt jemanden in meiner nähe zu haben<
Ohnein normal war das jetzt auch nicht aber so wies aussah ging das jetzt auch nicht mehr.
>ich weis genau was du meinst und ich hab auch so momente wo ich gerne jemanden bei mir hätte<. Ich war so down weil ich wusste das es Jonas war der mir sein Herz ausschüttete. Und das ich ihn anlog machte es nicht besser.
> wie gehst du jetzt damit um das dein freund so krank ist ?< Ich wollte ihm am schreiben halten und begann ihn auszufragen.
>ich sollte jetzt ins bett gehn< schrieb er mir zurück. Panik stieg in mir auf und alles schrie „nein bitte bleib".
>kannst du noch etwas bleiben ? du musst mir die frage nicht beantworten. sorry <. Sollte ich nicht froh sein das er gehn wollte? Ja eigentlich schon aber ich war es nicht. Ich wollte das er blieb... das er bei mir blieb... nur bei mir. Wie konnte ich nur so Egoistisch sein...? So wie Felix. Traurig versenkte ich meinen Kopf in meine Hände und begann zu weinen.
>es geht nicht um die frage sondern darum das ich morgen für einige zeit verreise. die op meines freundes ist im ausland und ich werde ihn begleiten. aber ich werde mich so schnell es geht bei dir melden wenns dir recht ist?<
Wie wollte er das machen wenn er selbst operiert werden sollte? Wenn er jetzt aus dem Chat ging, würden sich meine Gedanken überschlagen und mich am schlafen hindern. Und trotzdem lies ich ihn gehen. >ok dann wünsch ich euch ne gute reise und deinem freund gute besserung. und klar bitte melde dich bei mir. tschüss<. Ich hätte gern noch so viel dazu geschrieben aber ich wusste, so war es besser.
Ich schloss den Chatt und meinen Laptop bevor ich weinend zusammensackte. Ich hatte mich nicht mehr im griff und schluchzte Hemmungslos und laut auf. Tränen flossen wie Sturzbäche aus meinen Augen und mein Körper zitterte so stark das mein ganzer Rollstuhl bebte.
Laut aufschreiend fuhr ich zusammen als wieder einmal eine Hand auf meine Schulter gelegt wurde. Mein weinen musste man bis weit nach draußen gehört haben.
„Jonas...!" Rief ich überrascht aus und breitete meine Arme aus. Das war einer dieser Momente wo man nichts sagen musste weil das Herz alles übernahm.
Er zog mich an sich und durch seinen starken Griff sah es so aus als stände ich ihm aufrecht gegenüber. Mein Gehirn brauchte mir nicht zu sagen dass, das unmöglich war. Mir war alles egal, bis auf die Tatsache das er bei mir war und ich in seinen Armen. Sicher war er mehr als ich über mein Verhalten überrascht aber er lies es sich nicht anmerken. Und dann kam es wie es kommen musste. Er küsste mich und ich erwiderte nur zu gerne seinen Kuss. Ich legte meine Arme um seinen Nacken und noch immer hielt er mich damit ich nicht fiel. Es war ein tolles Gefühl, das meinen gesamten Körper durchströmte. Warum fiel mir in diesem Moment nicht auf das es wirklich meinen gesamten Körper durchzog?
Ich kam mir vor wie nach einem langen Spurt als wir unsere Lippen voneinander lösten. Noch ganz wirr in Kopf fragte ich. „Warum"? Zu mehr war ich nicht fähig. „Keine Ahnung... ich musste es einfach tun... vor einigen Minuten hat mir ein Mädchen gesagt ich soll bleiben aber sie ist nicht du und da konnte ichs nicht". Sagte er und verstärkte seine Umarmung noch und begann mich wieder zu küssen.
Auch ich verstärkte meine Umarmung, aber nur damit er nicht meine Traurigkeit erkannte die sich in meinem Gesicht widerspiegelte. Wie gern hätte ich ihm gestanden das ich dieses Mädchen war. Eigentlich sollte mir jetzt alles egal sein, er war bei mir und ich in seinen Armen aber etwas nagte in mir.
Dieser Moment war einfach zu perfekt als das ich ihn ohne dafür büßen zu müssen genießen durfte. Und genauso war es dann auch.
Mein Handy klingelte und als wäre es das erwachen aus einem Traum riss es mich wieder in meinen Rollstuhl zurück und schmerzen die ich nicht zuordnen konnte durchzogen meinen ganzen Körper. Für den Bruchteil eines Augenblick konnte ich stehen und war Jonas ebenbürtig. Und jetzt war es nur noch eine Erinnerung.
Ohne aufs Display kucken zu müssen wusste ich das es Felix war. Beschämt von dem was wir gerade getan hatten drehte sich Jonas um und wollte gehen. „Bleibst du wenn ich dich darum bitte"? Fragte ich in ein erneutes klingeln.
Stumm und mit geschlossenen Augen schüttelte er seinen Kopf. Dann ging er und lies mich allein. Wieder klingelte mein Handy und ich hasste Felix für das was ich ihm antat. Ich stand zwischen zwei Brüdern die beide Gefühle für mich hatten. Aber mir gings doch auch nicht besser, versuchte ich eine Entschuldigung für mich zu finden.
Ich war ein Biest geworden das ohne zu zögern mit der Liebe anderer spielte. Und wieder klingelte es. Ich machte mein Handy aus und ging ins Bett. Ich hatte ihm nichts zu sagen und wollte seine Stimme nicht hören.
Noch lange lag ich da und wartete das Jonas wieder kam.
Ich sah zu den Ziffern meines Elektroweckers und beobachtete wie die Minuten wechselten. Das letzte was ich sah war 4.39 Uhr.
Es schien mir so das ich gerade erst eingeschlafen war als Jo mich aus dem Schlaf riss. „Kate... he kleines ... willst du nicht wach werden du Schlafmütze"? Völlig Orientierungslos sah ich wieder auf meinen Wecker. 6.08 Uhr.
„Ich kann stehen Jo". Murmelte ich ihm schlaftrunken entgegen.
„Du hast geträumt meine kleine". Sagte er und nahm mich in den Arm. „Felix wartet schon abreisebereit auf dich und Jonas".
Ich kam mir wie betrunken vor. Voller Übermut und Trotz wollte ich es ihm beweisen und setzte mich auf den Rand meines Bettes. „Der kann warten". Sagte ich und versuchte aufzustehen.
Jo hatte mir nach der Umarmung den Rücken zu gewannt um meine Reisetasche zu packen. Doch ein Schmerzensschrei aus meiner Richtung lies ihn zu mir eilen. Er kam zu spät um mich aufzuhalten aber noch rechtzeitig um zu verhindern das ich mit dem Kopf auf den Boden aufschlug. Das nächste was ich spürte war eine Ohrfeige von ihm und das zittern seines Körpers als er mich in seinen Armen hielt und weinte.
„Aber gestern gings ..Jo .. ich kanns .. ich kann stehen .. du musst mir glauben .. ich habs gefühlt.. ich hab meine Beine gespürt..". Stammelte ich schluchzend und tränenerstickt.
Jo hielt mich noch fester an sich gedrückt und sagte wieder. „Es war nur ein Traum.. ein schöner Traum". Ich löste mich aus seiner Umarmung und funkelte ihn böse an. „Dann nicht". Der vertraute Moment war wieder einmal von meinem Dickkopf zerstört worden. Das konnte ich echt gut.
Er setzte mich in meinen Stuhl und begann meine Sachen zusammen zu suchen. Nach dem Frühstück sollte es los gehen. Wir versammelten uns alle in Felix´s Zimmer um gemeinsam zu essen. Der gestrige Abend hatte so vieles geändert das wir ganz steif da saßen und keiner den anderen ansehen konnte. Ich fühlte mich als wäre ich beim stehlen erwischt worden und ich konnte Jonas ansehen das es ihm genauso ging.
Nur Felix war wie immer und versuchte mit seiner aufgesetzten Fröhlichkeit alle abzulenken. Nach einer Stunde die mir wie ein Tag vorkam holte uns ein Taxi ab und brachte uns zum Flughafen. Felix hatte eine Privatmaschine gemietet die uns direkt zum Ziel bringen sollte.
 
Ich schaffte es fast den ganzen Flug zu verschlafen und erwachte mit einem Riesen Hunger und schlechte Laune die einem Stinktier alle Ehre gemacht hätte. „Egal Hauptsache essbar" Raunzte ich Jo an weil er mich fragte was ich essen wollte. Grinsend brachte er mir einige belegte Brote die ich nur so verschlang.
 
Felix schmiss mir ein Kissen an den Kopf und machte sich über mich lustig. „Mensch Kitty wenn ich gewusst hätten wie du aussiehst wenn du wach wirst, dann hätte ich dich nicht mitgenommen". mit meiner ganzen Kraft schmiss ich das Kissen zurück und traf ihn im Gesicht. „Und wenn ich gewusst hätte wie du bist wenn du wach bist dann hätte ich dir Schlaftabletten ins essen gemischt".
Mein Wurf war so stark das Felix sich den Kopf an der Kopfstütze anschlug. „Hört endlich auf ihr zwei Idioten" Rief Jonas laut in unseren Streit. „Ihr habt sie doch nicht alle". Kam noch bevor er in der Bordtoilette verschwand. Überrascht sahen Felix und ich uns an und dann brachen wir in wildes Gelächter aus.
jo musste uns auch für Irre halten aber außer ein verständnisloses Kopfschütteln kam nichts von ihm. Er stand auf und folgte Jonas um ihn zurück zu holen. Das Flugzeug sollte gleich landen und wir mussten uns anschnallen. Auch hier wurden wir wieder von einem Wagen abgeholt und in die Klinik gebracht. Auf der Fahrt dahin herrschte eisiges schweigen. Jeder von uns wusste das es keine Vergnügungsreise war. Und ich hatte Angst das ich mit Jo allein wieder zurück fliegen würde. Je näher wir unseren Ziel kamen desto schwerer lastete dieses Wissen auf mir.
Nach einer dreiviertel Stunde hielten wir vor einer großen Villa. Ich dachte das wir hier übernachten sollten um dann Morgen fit für die Klinik zu sein. Doch als wir in der Lobby ankamen war ich überrascht. Die Villa war die Klinik. Jo machte alles klar und wir wurden alle sehr freundlich aufgenommen. Jonas und Felix wurden gleich von einer hübschen Krankenschwester in einem knappen Kittelchen abgeholt. Scherzend beugte sie sich über Felix und gab ihm einen guten Einblick in ihren Ausschnitt. Eifersucht stieg in mir auf. Ich versuchte es mit einem Kopfschütteln abzutun und die Erinnerung an gestern Abend sagte mir das Felix, wenn er es gewusst hätte, den größeren Grund hatte eifersüchtig zu sein.
Als man die beiden weggebracht hatte kam eine andere Krankenschwester und zeigte Jo und mir mein Zimmer. Es waren schöne Räume die sehr Familiär eingerichtet waren. Um mich abzulenken schlug Jo vor etwas richtiges zu essen oder mir das Außengelände zu zeigen. Ich wollte mich lieber frisch machen um auf andere Gedanken zu kommen und Jo half mir wie immer dabei. Als nach zwei Stunden immer noch keine Nachricht von den Jungs kam wurde auch Jo nervös. Er ging um nach zusehen wie es den beiden ging. Nach einer viertel Stunde, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, kam er mit Jonas zurück. Auf Jonas Gesicht konnte ich große Sorgen erkennen.
„Die OP muss verschoben werden weil Felix einen Anfall hatte". Der Satz von Jonas traf mich wie ein Faustschlag. „Anfall... was für einen Anfall..."? Ich schrieb Jo und Jonas gleichzeitig an. „Verdammt noch mal sagt mir endlich was hier abgeht"! Ich war selbst nahe dran einen Wutanfall zu bekommen als Jonas mir seine Hand auf meine Schulter legte. „Kate beruhig dich". „Ich will mich nicht beruhigen, ich will zu Felix und zwar sofort". Schon wieder war ich drauf und dran mit meinem Stuhl eine Tür einzufahren. „Kate... komm zu dir". Schrie Jonas in mein toben rein und hielt mich auf. „Der Flug und der Stress in den letzten Tagen waren einfach zu viel für ihn und er hatte einen Schwächeanfall. Sie haben ihm etwas zu Beruhigung gegeben und die OP auf übermorgen Verschoben".
 
Jonas ging in die Knie um mit mir gleich auf zu sein und dann sagte er und ich verstand es kaum weil es fast ein flüstern war. „Wann begreifst du endlich das Felix dich nur mitgenommen hat damit du ihm beim streben zu sehen musst"?
 
Meine Reaktion auf diesen Satz traf ihn in Form meiner flachen Hand auf seine Backe. Er stieß mich mit samt meines Rollstuhls von mir und sagte hasserfüllt. „Ihr habt euch echt verdient". Ich sah auf meine Hand und begriff nicht was ich gerade getan hatte. Gedanken und Gefühle kämpften in mir und schloss meine Augen um nichts mehr von meiner Außenwelt mit zubekommen.
Alles was ich machte war verkehrt. Gestern schien eine Ewigkeit her zu sein und sein Kuss war nur noch Erinnerung an etwas verbotenem.
Hatte das denn nie ein ende? Wann kam endlich der Moment wo ich erwachte und mir jemand sagte „Du hast alles nur geträumt"?
Ich sollte aufgeben und die beiden in Ruhe lassen aber mich zog es zu Felix. Er war wach als ich vorsichtig ins Zimmer fuhr.
Er empfing mich mit seinem frechen lächeln. Noch ziemlich schlapp hob er seine Hand und versuchte mir an zudeuten das ich zu ihm ins Bett kommen soll.
Er sah so krank aus. Es machte mir Angst was diese Reise angerichtet hatte. Ich kam seiner Bitte nach und legte mich zu ihm. Seine Hand war eiskalt und sein Gesicht totenblass.
Ich versuchte mit schlucken zu verhindern das mir wieder Tränen in die Augen stiegen. Er drückte wieder leicht meine Hand und sagte kaum hörbar.
„Ich kann es Kitti". Ich wusste was er meinte aber ich wollte das er es aussprach.
„Was kannst du"? Fragte ich deshalb.
„Ich kann lieben... verstehst du Kitti? ... ich liebe dich".
Und wieder hatte er es geschafft das ich heulen musste. Doch diesmal weil ich endlich das Gefühl hatte angekommen zu sein. Ich hielt seine Hand noch fester und dann drehten wir uns unsere Gesichter zueinander und dann küssten uns. Wieder und immer wieder fanden unsere Lippen aufeinander und unsere Zungen vereinten sich als bekriegten wir uns. Ich drehte mich ganz zu ihm und lag schon fast auf ihm drauf.
Ich umarmte und küsste ihn als wüsste ich das wir uns nie wieder sehen würden wenn ich den Raum verließe.
Atemlos vor Glück und berauscht vor liebe lagen wir lange schweigend nebeneinander. Keiner von uns wollte der erste sein der diesen Moment mit reden zerstörte und so schlief ich neben ihm ein.
Sonnenstrahlen weckten mich und erst nach und nach dämmerte es mir wo ich war und warum ich hier war. Der Schreck fuhr ich hoch als ich merkte das ich allein im Bett lag. „Felix..."? schrie ich fast.
Jetzt erst merkte ich das ich nicht mehr in seinem Bett geschweige denn in seinem Zimmer war. Jo stand am Fenster und sah mich an.
 
Sicher war er es der mich von Felix weg gebracht hatte. „Warum bin ich nicht bei ihm"? Wollte ich wissen. „Willst du nicht mal was essen"? Fragte er mich und ignorierte damit meine Frage. „Nein Jo ich will wissen warum du mich weggebracht hast"? Aber klar hatte ich Hunger doch sein ausweichen machte mir Angst. Wieder stieg Panik in mir auf. „Es geht ihm doch gut...? oder...? Jo "? Er gab mir wieder keine Antwort. Ich sah mich nach meinem Rollstuhl um aber er war nirgends zu sehen. Ich war gefangen. In meinem Körper. In meinem Zimmer und in einem Land das mir fremd war.
„Was soll der mist...? Ich will zu Felix Jo... bring mich zu ihm oder ich schrei hier alles zusammen ".
Meine ersten Worte waren noch leise und unsicher aber zum ende hin schrie ich ihn  an. „ Du kannst jetzt nicht zu ihm, machs dir nicht zu schwer und beruhig dich“. Sagte er und versuchte mich abzulenken. 
Aber ich wollte mich nicht ablenken lassen und noch weniger wollte ich mich beruhigen. „Was verschweigst du mir“? Fragte ich ihn und betonte jedes einzelne Wort. „ Also gut“ Seufzte Jo auf und setzte sich zu mir aufs Bett. Er zupfte an meiner Decke herum und es sah so aus als würde er versuchen damit Zeit zu schinden. „ Felix hatte heute Nacht noch einen Schwächeanfall und die Ärzte mussten die Entscheidung treffen die OP so schnell es geht zu machen. Sein Körper konnte das Gift nicht mehr abbauen “. Jo nahm meine Hand und ich wurde bleich. „ Sie werden gerade operiert“. „bam“ Dachte ich nur das hat gesessen. Hätte ich etwas im Magen gehabt wäre es mir jetzt hoch gekommen. Mir wurde schwindelig und ich begann zu Hyperventilieren. Jo hielt mir schnell seine Hand vor den Mund um zu verhindern das ich Ohnmächtig wurde. Es funktionierte und langsam kam ich wieder runter. Ich wollte ihn schon wieder mit Fragen überschütten als jemand hastig an die Tür klopfte und sie auch sofort öffnete.
Ein junger Pfleger kam rein und fragte ganz aufgeregt in Jo´s Richtung. „come with me"? Er unterstrich die Dringlichkeit noch mit wilden Gestiken. Jo folgte ihm so schnell er konnte. Sie vergaßen die Tür zu schließen und  mich über das was jetzt geschah aufzuklären. Ich ahnte das etwas mit einem der Brüder sein musste und ich wollte dahin wo sie waren.  Jonas und ich hatten uns gestern im Streit getrennt und in mir wuchs die Angst das ich heute zwei Menschen verlieren würde.
Es war wie ein Zwang, ein absolutes muss, mich jetzt auf die Suche nach beiden zu machen. Vorsichtig ließ ich mich auf den Fußboden gleiten und robbte zur Tür.
Zutiefst erleichtert sah ich meinen Rollstuhl vor der Tür stehen. Noch nie zuvor hatte ich mich sosehr darüber gefreut ihn zu sehen wie jetzt.
Ich schaffte es ganz leicht mich hinein zusetzen, löste die Bremsen und fuhr der Beschilderung Richtung OP nach.
Ich hatte Glück das mich keiner fragte wohin ich wollte oder mich anderweitig aufhielt. Noch durch eine große Tür und ich war an meinem Ziel.
Rechts an der Wand war ein Knopf zum öffnen des Tores angebracht und ich hieb kräftig dagegen um dann schnell durch zufahren. Es war wie der Einlass in eine andere Welt als das Tor sich leise hinter mir schloss. Überall waren große Fenster hinter denen geschäftiges treiben herrschte.
Ich sah ganz vorsichtig durch das erste Fenster an dem ich vorbei fuhr.
Um besser sehen zu können setze ich mich auf die Lehne meines Stuhles. Auch jetzt hatte ich wieder mehr Glück weil es auf Anhieb das richtige Fenster war. Ich konnte Jonas und Felix sehen. Die OP war schon vorüber aber es schien etwas nicht zu stimmen. Während Jonas normal im Bett lag, liefen bei Felix alles was an Ärzten und Pflegekräften da waren, wild umher. Selbst Jo hatte alle Hände voll zu tun um den Ärzten zu helfen.
Ich konnte sehen was geschah aber nicht hören was gesprochen wurde. Aber das hier etwas nicht stimmte konnte ich auch so verstehen. Die Aufregung im innern des Zimmer ergriff von mir besitz.
Felix begann am ganzen Körper zu zittern und alle wurden noch aufgeregter. Einer der Ärzte nahm das Kissen unter Felixs Kopf weg und versuchte ihn fest zuhalten. Er bekam eine Spritze in den Arm und ich konnte sehen das es ihn beruhigte.
Es sah aber nicht so aus als wäre jetzt alles gut. Jo scheuchte den Arzt oder was er sonst war zur Seite und riss Felix das OP - Hemd auf um sein Herz zu massieren.
Ich wünschte mir sosehr jetzt hören zu können was darin gesprochen wurde. Meine Angst um Felix wuchs immer weiter weil ich sehen konnte was auf dem Überwachungsmonitor zu sehen war. Die Skala die seine Herztöne zeigten, spielten verrückt.
Das ist viel zu schnell dachte ich mir. „Bitte Felix... nicht so schnell... bitte... bitte". Flüsterte und betete ich vor mich hin und dann war nichts mehr zu sehen außer eine durchgehende Linie.
„Nein... Felix... omg nein das kannst du jetzt nicht tun... verdammt...". Ich schrie, heulte und trommelte gleichzeitig an die Scheibe.
Entsetzt über das was ich sah hatte ich nicht bemerkt das ich stand und mit beiden Fäusten an die Scheibe schlug.
Ich sah das man Jo einen Defibrillator 
reichte und er ihn auf Felix´s Brust aufsetzte. Sein Körper bäumte sich unter der Stärke des Stromschlages auf und fiel wieder in sich zusammen.
Wieder und wieder jagte er Strom durch seinen leblosen Körper und nichts schien ihn zurück holen zu können.
Dann war auf einmal alles still. Keiner sagte etwas, keiner bewegte sich mehr nur Jo massierte immer wieder das Herz von Felix als wollte er ihn zwingen weiter zu leben.
Einer der Ärzte legte Jo seine Hand auf die Schulter um ihm zu verstehen zu geben das es zwecklos ist.
„Gib nicht auf ... du darfst nicht aufgeben... du darfst ihn doch jetzt nicht aufgeben".
Ich schluchzte und hämmerte weiter an die Scheibe. Erst jetzt sah Jo zu mir. Er war Kreidebleich und Tränen liefen ihn über sein Gesicht. Ich schüttelte meinen Kopf das er nicht aufhören darf, nicht jetzt. Ich wollte nicht verstehen das es keinen Sinn mehr machte. Erst als Jo sich ganz von Felix abwannte und mir mit einem leichten schütteln seines Kopfes zu verstehen gab das Felix Tod ist reagierte mein Körper wieder.
Mein Herz schien einen Schlag aus zusetzen und wahnsinnige Schmerzen ließen mir die Sinne schwinden und ich versank in Finsternis.
Ich erwachte weil mir jemand über meine Wange strich. Ich Blindzelte mir den Schlaf aus den Augen bis ich Jonas erkannte. Er lag neben mir und streichelte mich immer wieder und flüsterte mir aufmunternd zu. „Kleine Katze schön dich wieder zu habe”. „Jonas”! Rief ich überrascht aus. Ich freute mich ihn zu sehen und gab ihn einen leichten Kuss auf die Nase. Dann kam die Erinnerung zurück und ich sagte Ängstlich. „Felix ist Tod”. Dann begann ich zu weinen. 
Jonas legte einen Finger auf meine Lippen, lächelte mich an und nickte das ich mich umdrehen sollte. Sein lächeln irritierte mich und ich drehte mich nur widerwillig um. 
Das Bett war nicht sehr breit und als ich es fast geschafft hatte mich um zudrehen verlor ich den halt und fiel aus dem Bett. Doch in dem kurzen Augenblick, der mir zwischen schreck und Aufprall blieb sah ich Felix in dem anderen Bett liegen und mich frech anlächelnd.
 
Ich war so überrascht das ich den schmerz des Aufpralls nicht spürte.
Langsam rappelte ich mich auf und linste verstohlen über die Bettkante in Richtung wo ich eben noch Felix gesehen hatte.
Ich konnte es nicht glauben, aber er war wirklich da. Felix war am leben und grinste mich noch immer blöde an.
„Kuckuck". Kam ganz locker von ihm. Er sagte nur das eine Wort aber es löste eine Flut von Fragen in meinem Kopf aus.
„was... wie... ehm warum lebst du"? Stotterte ich vor mich hin. Jonas tippte auf meine Schulter und fragte mich wie lang ich auf dem Boden sitzen bleiben will.
Er half mir mich wieder ins Bett zu legen. Die beiden sahen so fit aus. Aber wie konnte das sein wo doch eben erst die OP war? Abwechselnd sah ich zu Felix und dann wieder zu Jonas und wartete darauf das mir jemand erklärte was hier vor sich ging.
Jonas nahm mich in den Arm und strich mir mein Haar aus dem Gesicht. Felix bat Jonas darum mir alles zu erklären. „ok Kitty" begann Jonas ernst und reusperte sich bevor er weiter sprach.
„Jo hat uns erzählt das du zugesehen hast was nach der OP passiert war und ich kann dir nur sagen was wir von ihm wissen. Er wurde von einen Pfleger geholt weil Felix kollabiert ist und das Gift seinen Körper zu sehr angegriffen hatte, das sein Herz nicht mehr mitmachte. Sie versuchten alles um ihn zu retten aber nichts wollte helfen und so setzte sein Herz aus ".
Ich bekam allein vom zuhören eine Gänsehaut. All das wusste ich ja bereits. „Aber...."? Setzte ich zu fragen an bevor Jonass mich unterbrach um weiter zu erzählen. „Hör zu jetzt kommt das beste". Sagte er und machte eine kleine Pause um es richt spannend werden zu lassen.
„Du musst einen Riesen Aufstand vor dem OP gemacht haben als du gesehen hast was darin passierte". Ich nickte kurz weil ich alles wieder vor mir sah. „Das Herz von Felix hörte auf zu schlagen und die Ärzte wollten ihn schon für Tod erklären, als Jo sah das du am Fenster standest. Er dachte er sieht nicht richtig weil du frei und ohne dich fest zuhalten gegen die Scheibe trommeltest". Auch das war mir bekannt. Verdammt dachte ich mir, machs doch nicht so spannend. „Dann bin ich in Ohnmacht gefallen". Sagte ich um ihn zu drängen mir das wichtigste zu erzählen.
„Aber natürlich bin ich das". Rief ich entsetzt weil ich mich an nichts mehr erinnern konnte was nach dem Herzstillstand war.
„Jo hat gesagt das du ins Zimmer kamst. Ganz ohne Rollstuhl und fremde Hilfe. Dann hast du Felix gerufen und dann erst bist du zusammengebrochen".
Ich konnte nichts von dem glauben was ich hörte. „Du hast ja nen knall".Sagte ich zu ihm und schüttelte ungläubig den Kopf.
Jonas achtete nicht auf mich und redete weiter. „In dem Moment fing sein Herz wieder zu schlagen an. Aber dir schien es richtig schlecht zu gehen. Die Ärzte hatten alle Hände voll zu tun um dich wieder hin zubekommen. Du hast Fieber bekommen und es sah ne ganze Zeit nicht gut aus". Ich sah ihn erstaunt an. „Ne Zeit lang..." ? war alles was ich fragen konnte weil ich jetzt gar nichts mehr verstand.
„Mensch Kitty du hast über ne Woche verpennt". Kam es jetzt von Felix. „Danke übrigens du hast mir wohl das Leben gerettet". Setzte er noch hinzu.
Ich gab ein hysterisches Kichern von mir und glaubte den beiden immer noch  kein Wort. Aber es musste wohl so gewesen sein weil keiner der zwei an irgend welchen Geräten angeschlossen war.

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